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	<title>RichardConrad.de &#187; Überwachung</title>
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		<title>Zutrittskontrolle f&#252;rs Netz</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 15:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Golem.de berichtet von angeblichen Pl&#228;nen der Bundesregierung, einen Internetausweis einzuf&#252;hren, der alle Aktivit&#228;ten im Netz r&#252;ckverfolgbar machen soll. Das w&#252;rde gut zu den ungeheuerlichen Vorstellungen vonThomas de Maizière passen, der Verkehrsregeln f&#252;rs Netz fordert. Indes dementiert das Innenministerium auf Anfrage von Golem offenbar. Allerdings nicht ohne einzuschr&#228;nken, dass dieses Dementi nat&#252;rlich nur f&#252;r das Innenministerium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Golem.de berichtet von angeblichen Pl&#228;nen der Bundesregierung, einen <a title="http://www.golem.de/0908/68966.html" href="http://www.golem.de/0908/68966.html" target="_blank">Internetausweis einzuf&#252;hren,</a> der alle Aktivit&#228;ten im Netz r&#252;ckverfolgbar machen soll. Das w&#252;rde gut zu den ungeheuerlichen Vorstellungen vonThomas de Maizière passen, der <a title="http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/742951/Schaerfere-Regeln-fuers-Internet.html" href="http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/742951/Schaerfere-Regeln-fuers-Internet.html" target="_blank">Verkehrsregeln f&#252;rs Netz fordert</a>. Indes dementiert das Innenministerium auf Anfrage von Golem offenbar. Allerdings nicht ohne einzuschr&#228;nken, dass dieses Dementi nat&#252;rlich nur f&#252;r das Innenministerium gilt. Ich glaube ihr das. Vermutlich wird diese Neuerung als Initiative des Wirtschaftsministeriums kommen, die damit den Internethandel sicherer machen will.</p>
<p>Sch&#246;nes Zitat am Rande:</p>
<blockquote><p>Auch der elektronische Personalausweis mit  Online-Identit&#228;tsnachweis erlaube eine anonyme Nutzung im Internet durch die M&#246;glichkeit, Pseudonyme zu verwenden.</p></blockquote>
<p>Pseudonym &lt;&gt; Anonym! Aber f&#252;r solche Haarspaltereien haben Beamte vermutlich keine Zeit.</p>
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		<title>Arbeitskreis</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 15:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die SPD hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die das soeben mit den Stimmen der SPD-Fraktion und unter Mitwirkung des Justizministeriums (Zypries ist die Ministerin) zustande gekommen war. Die SPD S&#252;dhessen fordert nach der Bundestagswahl eine Gesetzesinitiative gegen das Zensurgesetz. Unter anderem geh&#246;rt auch die Justizministerin selbst der Arbeitsgruppe an. Das erinnert mich an einen Feuerwehrmann, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_37328618" href="http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_37328618" target="_blank">SPD hat eine Arbeitsgruppe</a> gebildet, die das soeben mit den Stimmen der SPD-Fraktion und unter Mitwirkung des Justizministeriums (Zypries ist die Ministerin) zustande gekommen war. Die SPD S&#252;dhessen fordert nach der Bundestagswahl eine Gesetzesinitiative gegen das Zensurgesetz.</p>
<p>Unter anderem geh&#246;rt auch die Justizministerin selbst der Arbeitsgruppe an.</p>
<p>Das erinnert mich an einen Feuerwehrmann, der Br&#228;nde legt, um sich als Held profilieren zu k&#246;nnen. Liebe SPD S&#252;dhessen! Wo wart ihr denn vor einer Woche? Und wo war da die Sachkompetenz der Justizministerin?</p>
<p>Entlarvend ist auch die <a title="http://www.elke-ferner.de/fileadmin/upload/Dokumente/Erkl_rungen_zur_Abstimmung/Erklareung_Internet.pdf" href="http://www.elke-ferner.de/fileadmin/upload/Dokumente/Erkl_rungen_zur_Abstimmung/Erklareung_Internet.pdf" target="_blank">bizarre Rechtfertigungserkl&#228;rung der SPD-Abgeordneten Elke Ferner</a>. Nach der allgemeinen und hundertfach widerlegten Argumentationsfabel von den nicht l&#246;schbaren Seiten im Ausland, der als Verhandlungserfolg verkauften Beschr&#228;nkug auf Kinderpornografie und der Instrumentalisierung des Datenschutzbeauftragten als Kontrollgremium (der sich dagegen bekannterma&#223;en verwahrt hat), ist dort folgendes zu Lesen:</p>
<blockquote><p>Schlie&#223;lich bleibt bei der Abw&#228;gung der Zustimmung zu diesem Gesetz auch der Umstand zu ber&#252;cksichtigen, dass die entsprechende Sperrinfrastruktur aufgrund der abgeschlossenen Vertr&#228;ge zwischen BKA und Internetprovidern bereits aufgebaut wird. Diese Vertr&#228;ge beinhalten keinen hinreichenden Grundrechtsschutz und erfahrensrechtliche Sicherungen und sind deshalb h&#246;chst problematisch. Ich sehe es als meine Pflicht als Abgeordnete an, solche weitgehenden, intransparenten und verfassungsrechtlich schlicht unzul&#228;ssige Vertr&#228;gen zu Lasten Dritter durch eine gesetzliche Grundlage abzuschw&#228;chen und ihre negative Wirkung zu reduzieren.</p></blockquote>
<p>Das fasse ich schlicht als Beleidigung auf. Glaubt diese Dame tats&#228;chlich, dass ihr jemand das abkauft? Einer der Minister hat also aus ihrer Sicht verfassungsrechtlich unzul&#228;ssige Vertr&#228;ge abgeschlossen. Statt gegen diese Vetr&#228;ge zu opponieren und alles in Bewegung zu setzen, was ihr als Parlametarierin zur Verf&#252;gung steht, stimmt sie aber stattdessen einem Gesetz mit dem gleichem verfassungsrechtlich unzul&#228;ssigem Inhalt zu. Das ist aus meiner Sicht nicht weniger als die Kapitulation vor einer amoklaufenden Ministerin und ein Freibrief f&#252;r andere verquere K&#246;pfe. F&#252;r so einen Bockmist w&#252;nsche ich ihr interessante Diskussionen in ihrem Wahlkreis und vor allem eine deutliches Votum im September.</p>
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		<title>Angenommen [update]</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 20:31:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade hab ich im Parlamentsfernsehen mitansehen m&#252;ssen, wie 389 Abgeordnete der gro&#223;en Koalition f&#252;r das Zensurgesetz gestimmt haben. Es f&#228;llt mir gerade sehr schwer angesichts dieser beispiellosen Arroganz und Ignoranz die Fassung zu behalten. Selten hat eine Entscheidung bei mir so viel Unverst&#228;ndnis und Wut ausgel&#246;st wie heute. Ich hoffe, nein ich bin sicher, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade hab ich im Parlamentsfernsehen mitansehen m&#252;ssen, wie 389 Abgeordnete der gro&#223;en Koalition f&#252;r das Zensurgesetz gestimmt haben.</p>
<p>Es f&#228;llt mir gerade sehr schwer angesichts dieser beispiellosen Arroganz und Ignoranz die Fassung zu behalten. Selten hat eine Entscheidung bei mir so viel Unverst&#228;ndnis und Wut ausgel&#246;st wie heute. Ich hoffe, nein ich bin sicher, dass dieser Abend das Wesen der Politik und wie diese in der &#214;ffentlichkeit (auch des Netzes) aufgenommen und kommentiert wird, ver&#228;ndern wird.</p>
<p>Vom Wahlkampf im Netz k&#246;nnen sich die beiden &#8220;Parteien&#8221; wohl verabschieden. Es w&#228;re so ein starkes Signal gewesen, wenn die SPD nach Abw&#228;gung der Argumente gegen diese Farce gestimmt h&#228;tte. Nun ist allerdings klar, dass Argumente nicht das Fundament der Entscheidungen dieser Fraktion darstellen, sondern eher die Angst vor der Unvermittelbarkeit derselben ausserhalb einer eher kleinen Gruppe von aufgekl&#228;rten Netznutzern. Offenbar hat die Fraktion der SPD mehrheitlich eingesch&#228;tzt, dass die schlechte Presse in B*LD und Co. mehr Schaden anrichtet &#252;ber den Stammtischen, als der Verlust einer kompletten Schicht von gebildeten, aufgekl&#228;rten B&#252;rgern dieses Landes. Und diese Schicht setzt sich keineswegs aus linken Netzanarchos und skrupellosen Gesch&#228;ftemachern zusammen, wie uns selbst <a title="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/?em_cnt=1800776&amp;" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/meinung/kommentare/?em_cnt=1800776&amp;" target="_blank">Universit&#228;tsprofessoren</a> weis machen wollen.  Es erschreckt mich immer wieder, mit wie wenig Sachverstand &#252;ber das Netz berichtet und kommentiert wird. Von rechtsfreien R&#228;umen wird da fabuliert und einer virtuellen Parallelwelt, in der nicht die Regeln des realen Lebens gelten. Dabei geht es hier bei genauem Hinsehen lediglich um ein -zugegeben hochpotentes- Kommunikations- und Publikationsinstrument, f&#252;r das selbstverst&#228;ndlich ebenso Regeln gelten, wie f&#252;r B&#252;cher, Radio und Fernsehen. Mann stelle sich vor, der Bundestag w&#252;rde ein Gesetz verabschieden, dass Polizisten Strassen sperren l&#228;sst, weil dort eine Jugendbande ihr unwesen treibt, statt die Verbrecher einfach dingfest zu machen. Mit der gleichen Logik k&#246;nnte man einen Sichtschutz um einen Kinderpornografie verkaufenden Zeitungskiosk bauen und das Problem f&#252;r gel&#246;st erkl&#228;ren.</p>
<p>Der Schachzug der Initiatoren der Zensurl&#246;sung, das Thema Kinderpornografie als Aufh&#228;nger f&#252;r dieses (wir werden es bald erleben) Universalinstrument zur Kontrolle des Netzes auszuw&#228;hlen, hat sich bei aller Perfidit&#228;t als brilliant erwiesen, denn er hat funktioniert. Die Heftigkeit der Diskussion und den Widerstand hat indes sicher keiner der Vordenker erwartet. Genau dieser Widerstand ist es, der mir am Ende des Tages Hoffnung macht, dass eine &#246;ffentliche Kontrolle des Parlamentes abseits des etablierten Journalismus m&#246;glich ist und damit diese Kontrolle auf breitere Schultern verteilt.</p>
<p>Nun bleibt noch die winzige Hoffnung auf den Bundesrat und den Bundespr&#228;sidenten, der hier zeigen kann, dass er tats&#228;chlich ein unbequemer Pr&#228;sident ist.</p>
<p><strong>Update:</strong> <a title="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2151" href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2151" target="_blank">lesenswerter Artikel im Handelsblatt-Blog<br />
</a></p>
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		<title>Online-Beirat der SPD</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 15:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Online-Beirat der SPD hat eine Erkl&#228;rung verfasst, die es in sich hat. Darum hier das gro&#223;fl&#228;chige Zitat: Erkl&#228;rung des Online-Beirats der SPD Wir fordern die SPD-Fraktion auf, gegen das geplante Gesetz zu den Netzsperren (&#8220;Kinderpornographiebek&#228;mpfungsgesetz&#8221;) zu stimmen. Der mit der Union ausgehandelte Kompromiss ist absolut inakzeptabel, was man bereits an der Begeisterung erkennt, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Online-Beirat der SPD hat eine <a title="http://www.stadtgeplauder.de/2009/06/17/stellungnahme-spd-online-beirats-geplanten-gesetz-internetsperren-6324182/" href="http://www.stadtgeplauder.de/2009/06/17/stellungnahme-spd-online-beirats-geplanten-gesetz-internetsperren-6324182/" target="_blank">Erkl&#228;rung</a> verfasst, die es in sich hat. Darum hier das gro&#223;fl&#228;chige Zitat:</p>
<blockquote><p>Erkl&#228;rung des Online-Beirats der SPD</p>
<p>Wir fordern die SPD-Fraktion auf, gegen das geplante Gesetz zu den Netzsperren (&#8220;Kinderpornographiebek&#228;mpfungsgesetz&#8221;) zu stimmen. Der mit der Union ausgehandelte Kompromiss ist absolut inakzeptabel, was man bereits an der Begeisterung erkennt, mit dem der Koalitionspartner zugestimmt hat.</p>
<p>Unter den vielen Gr&#252;nden, die f&#252;r die Ablehnung sprechen, m&#246;chten wir drei besonders herausheben.</p>
<p>1. Es handelt sich um ein Gesetz, das einen Zensurmechanismus errichtet. Die Angst der B&#252;rger, dass dieser Mechanismus mi&#223;braucht wird, ist angesichts der vielen Forderungen der Ausdehnung der Netzsperren hoch berechtigt.<br />
Unabh&#228;ngig von der Intention des Gesetzgebers besteht die Gefahr, dass Gerichte die Nutzung einer einmal aufgebauten Zensurinfrastruktur auch auf andere Tatbest&#228;nde ausdehnen werden.</p>
<p>2. Der notwendige Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornographie muss intensiv und vorbehaltlos gef&#252;hrt werden, aber mit effektiven Mitteln. Die Netzsperren sind erwiesenerma&#223;en ineffektiv und zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit grundgesetzwidrig. Sie ber&#252;cksichtigen nicht, dass Kinderpornografie im Internet fast ausschlie&#223;lich in geschlossenen Nutzergruppen wie Foren oder Chat-Systemen verbreitet wird. In der Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hat das Wirtschaftsministerium best&#228;tigt, dass die Bundesregierung keine Erkenntnisse &#252;ber die internationale Verteilung von Webseiten mit kinderpornografischen Inhalten hat. Auch liegen keine Informationen vor, in welchen Staaten Kinderpornografie nicht verfolgt wird.</p>
<p>3. Die SPD ist dabei, sich f&#252;r die Digitale Generation unw&#228;hlbar zu machen.<br />
Das wird sich bereits bei Bundestagswahl niederschlagen, weil mit der Entscheidung f&#252;r die Netzsperren jeder Internet-Wahlkampf ad absurdum gef&#252;hrt wird &#8211; erst recht, weil der Online-Wahlkampf 2009 unter der besonderen Aufmerksamkeit aller Medien steht. Eben die Klientel, die Barack Obama zum m&#228;chtigsten Mann der Welt gemacht hat, die Multiplikatoren im Netz n&#228;mlich, sehen in den Netzsperren einen Verrat an allen Werten, die die SPD<br />
ausmachen: Demokratie, Fortschritt, Teilhabe. Es gibt eine handvoll lauter Stellvertreter dieser Generation; hinter ihnen stehen die 130.000 Mitzeichner der erfolgreichsten Petition aller Zeiten &#8211; aber auch die vielen Millionen jungen Menschen, die zum Teil schon w&#228;hlen k&#246;nnen und f&#252;r die das Netz nicht einfach ein weiterer Medienkanal ist. Sondern der Ort, wo die Gesellschaft, ihre Gesellschaft stattfindet. Unw&#228;hlbarkeit bedeutet hier f&#252;r eine Partei also, sich jede Zukunftschance zu vernichten.</p>
<p>Wir, der Online-Beirat sehen in der Zustimmung zu diesem Gesetz daher einen fatalen Fehler, dessen tiefgreifendes Ausma&#223; f&#252;r viele jetzt noch nicht abzusch&#228;tzen ist &#8211; in jedem Fall aber der SPD dramatisch schaden wird. Bitte stimmen Sie deshalb auch in Ihrem eigenem Interesse gegen die Netzsperren!</p>
<p>Berlin, 17. Juni 2009</p>
<p>Der Online-Beirat</p>
<p>Der 2007 vom Parteivorstand ins Leben gerufene Online-Beirat der SPD besteht aus rund 20 Mitgliedern, die s&#228;mtlich der Partei nahestehen oder Mitglieder sind. Aufgabe des Online-Beirats sollte es sein, den Parteivorsitzenden und den Parteivorstand in Fragen der politischen Kommunikation im Internet zu beraten. Obwohl der Online-Beirat kein offizielles Gemium ist, war bislang die &#246;ffentliche Aufmerksamkeit sehr hoch &#8211; es sind allein in diesem Jahr mehr als 40 Interviews gef&#252;hrt worden &#8211; unter anderem bei Maybritt Illner, S&#252;ddeutsche Zeitung, ZEIT, SPIEGEL, Stern, dpa, ZDF, ARD, 3sat. Sollte es mit der Unterst&#252;tzung der SPD-Fraktion zu den Netzsperren kommen, werden die unterzeichnenden Mitglieder des Online-Beirats die Beirats- und Repr&#228;sentationst&#228;tigkeit bis auf Weiteres ruhen lassen.</p>
<p>Die Unterzeichner:</p>
<p>Dr. Christoph Bieber<br />
Sascha Boerger<br />
Markus Hagge<br />
Sascha Lobo<br />
Nico Lumma<br />
Andreas Maurer<br />
Ute Pannen<br />
Dr. Jan-Hinrik Schmidt<br />
Oliver Zeisberger</p></blockquote>
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		</item>
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		<title>Im Liegen umgefallen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 20:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So wird die SPD vielerorts heute (wiedermal) charakterisiert. Und in der Tat gibt es kaum Treffenderes, wenn man sich vor Augen f&#252;hrt, wie das auf dem Parteitag zum Thema Internetzensur gelaufen ist. Ein Antrag gegen die Internetzensur und die wirksame Bek&#228;mpfung von Kinderpornorafie im Internet ist auf dem Parteitag der SPD mit der Begr&#252;ndung abgeleht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So wird die SPD vielerorts heute (wiedermal) charakterisiert. Und in der Tat gibt es kaum Treffenderes, wenn man sich vor Augen f&#252;hrt, wie das auf dem Parteitag zum Thema Internetzensur gelaufen ist. Ein Antrag gegen die Internetzensur und die wirksame Bek&#228;mpfung von Kinderpornorafie im Internet ist auf dem Parteitag der SPD mit der Begr&#252;ndung abgeleht worden, eine Diskussion dar&#252;ber sei medial unerw&#252;nscht. Was ist das? Medien wollen nicht, dass dar&#252;ber diskutiert wird? Was f&#252;r ein Schwachsinn! Fragt euch doch mal, was die Menschen wollen. F&#252;r die seid ihr n&#228;mlich da!</p>
<p><a title="http://www.heise.de/newsticker/Gesetz-zu-Web-Sperren-in-trockenen-Tuechern--/meldung/140461" href="http://www.heise.de/newsticker/Gesetz-zu-Web-Sperren-in-trockenen-Tuechern--/meldung/140461" target="_blank">Damit ist der Weg frei f&#252;r ein Zensurgesetz</a>, wie es <span style="text-decoration: line-through;">heute</span> am Donnerstag im Bundestag in 2. und 3. Lesung mit den Stimmen der gro&#223;en Koalition wohl durchgewunken <span style="text-decoration: line-through;">wurde</span> wird. Da wird noch &#252;berall gefeiert, dass es sich ja um ein Spezialgesetz f&#252;r die Bek&#228;mpfung eng umrissener Straftaten handelt (das war beim Lauschangriff auch mal so) und dass vor dem Sperren erstmal der Versuch der L&#246;schung unternommen werden muss (<a title="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/der-fake-lauft-loschen-statt-sperren-wohl-eher-nicht/" href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/der-fake-lauft-loschen-statt-sperren-wohl-eher-nicht/" target="_blank">stimmt so nicht</a>: gesperrt werden darf, soweit andere Ma&#223;nahmen nicht oder nicht schnell erfolgversprechend sind; das erscheint mir eine Menge Ermessensspielraum zu sein).</p>
<p>Es ist ja schon schlimm genug, dass sich ein Parteitag nicht mit einem Thema befassen will, dass eine ganze Generation von jungen und nicht mehr so jungen Leuten besch&#228;ftigt und in k&#252;rzester Zeit &#252;ber 130.000 Menschen zur Mitzeichung einer Petition bewegt hat. Diese Menschen benutzen moderne Medien ganz selbstverst&#228;ndlich und t&#228;glich. Sie sch&#228;tzen die ungefilterte Informationsvielfalt und die M&#246;glichkeit, die eigne Meinung durch Abw&#228;gen von Fakten zu bilden und f&#252;r sie gelten Gesetze (auch der Schutz der Kinder) ganz selbstverst&#228;ndlich auch im Internet. Sie sind eher gut gebildet und vermitteln ihren Kindern Medienkompetenz. Sie k&#246;nnten als Multipliktoren einer intelligenten Politik dienen. Wenn nur mal einer der Parteistrategen auf die Idee k&#228;me, ein paar der Experten ernst zu nehmen<sup><a href="http://www.richardconrad.de/wordpress/2009/06/16/im-liegen-umgefallen/#footnote_0_446" id="identifier_0_446" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="
Der einzige, dem das zuzutrauen gewesen w&amp;#228;re, hat sich jetzt in einem offenen Brief an die SPD-Fraktion gewand, der er bald nicht mehr angeh&amp;#246;ren wird.
">1</a></sup>. Auch wenn er damit m&#246;glicherweise die gro&#223;buchstabige Zeitung gegen sich h&#228;tte (interessantes Detail: die parlamentarische Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin und Verandlungsf&#252;hrerin der CDU/CSU Martina Krogmann ist mit dem stellvertretenden Chefredakteur der BILD Alfred Draxler verheiratet).</p>
<p>Was allerdings der andere gro&#223;e Haufen mit dem Selbstverst&#228;ndnis einer Volkspartei daraus macht, ist noch einen Zacken sch&#228;rfer.</p>
<p>In einer <a title="http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_klare_kante_gegen_kinderpornographie/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__13368/Inhalte.aspx" href="http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_klare_kante_gegen_kinderpornographie/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__13368/Inhalte.aspx" target="_blank">Pressemitteilung der CDU/CSU</a> wird geb&#252;hrend gefeiert, das einem schlecht wird. Unter der &#220;berschrift &#8220;Klare Kante gegen Kinderpornografie&#8221; ist da zu lesen:</p>
<blockquote><p>Es ist sehr zu begr&#252;&#223;en, dass der Initiativantrag der SPD-Linken auf dem Parteitag gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie im Internet gescheitert ist. Darin sollte die SPD-Bundestagsfraktion aufgefordert werden, den Gesetzentwurf der eigenen Bundesregierung zu stoppen.</p></blockquote>
<p>Es sind also mal wieder die b&#246;sen Linken in der SPD, die sich gegen die eigenen Genossen in der Bundesregierung auflehnen. Dabei wird v&#246;llig ignoriert, dass auch der kleine gelbe Wunschkoalitionspartner, der v&#246;llig unverd&#228;chtig ist, in der linken Ecke rumzuschmuddeln, keinen Bock auf Zensur hat. Gar nicht auszudenken, wenn das Gesetz mit einer schwarzgelben Koalition nach der Bundestagswahl nicht zu stande k&#228;me. Gott sei Dank haben die gem&#228;&#223;igten Genossen in ihrem Laden da nochmal die Kurve gekriegt. Aber es kommt noch besser:</p>
<blockquote><p>Damit ist eine gef&#228;hrliche Entwicklung gestoppt worden. Unter Berufung auf eine angebliche Internetzensur durch den Staat wollten die Linksau&#223;en in der SPD durchsetzen, dass das Internet zum rechtsfreien Raum wird.</p></blockquote>
<p>Da sind sie wieder, die Linksaussen und sie wollen einen rechtsfreien Raum Internet, indem sie das Monster Zensur an die Wand malen. So sieht das aus. Aber lesen wir weiter:</p>
<blockquote><p>Die SPD w&#228;re dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten&#8230;</p></blockquote>
<p>Wer also gegen die Filterung des Internet durch eine (unkontrollierte) Bundesbeh&#246;rde ist, leistet Straftaten Vorschub? Bin ich damit schon jemand, der Straftaten Vorschub leistet?</p>
<blockquote><p>&#8230;, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausma&#223; gegen&#252;ber K&#252;nstlern und Kreativen.</p></blockquote>
<p>Mal ganz abgesehen davon, dass es an Perfidit&#228;t kaum noch zu &#252;berbieten ist, misshandelte Kinder und Urheberrechtsverletzungen in einem Satz zu erw&#228;hnen, werden hier diejenigen, die die fraglichen Inhalte lieber l&#246;schen lassen wollen, als sie zu verstecken, einmal mehr in die P&#228;dophilen-Ecke gestellt. Spannend ist es auch zu sehen, wie in k&#252;rzer werdenden Abst&#228;nden alternative Anwendungen f&#252;r die Zensurinfrastruktur ins Spiel gebracht werden.</p>
<blockquote><p>Wir fordern daher die SPD-Fraktion auf, das Gesetz nun z&#252;gig zu verabschieden – im Interesse der Kinder. Dabei machen wir – gerade als Medienpolitiker – ganz klar: Zugangssperren im Internet m&#252;ssen und werden einzig und allein auf kinderpornographische Seiten beschr&#228;nkt bleiben.</p></blockquote>
<p>Nachdem in 182 W&#246;rtern mehr als deutlich geworden ist, dass die Verfasser und damit die Partei, die sie vertreten, nicht im mindesten ernst nehmen, worum es den Zensurgegnern geht, soll nun der letzte Satz Vertrauen schaffen? Das ist ungef&#228;hr so glaubw&#252;rdig, als w&#252;rde ein 5-j&#228;hriger behaupten, er wolle die Schokolade nur zum angucken haben!</p>
<p>Und da wundert sich ernsthaft jemand &#252;ber Wahlbeteiligungen unter 50%?</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_446" class="footnote"></p>
<p>Der einzige, dem das zuzutrauen gewesen w&#228;re, hat sich jetzt in einem <a title="http://www.tauss.de/index.php?nr=26233&amp;menu=1&amp;__tauss=248b1ee5c48790362cb4b6bbde8e6ccf" href="http://www.tauss.de/index.php?nr=26233&amp;menu=1&amp;__tauss=248b1ee5c48790362cb4b6bbde8e6ccf" target="_blank">offenen Brief an die SPD-Fraktion</a> gewand, der er bald nicht mehr angeh&#246;ren wird.</p>
<p></li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Petition mitzeichnen!</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 07:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist der letzte Tag der Petitionsfrist gegen Internetzensur. Wer noch nicht mitgezeichnet hat: hier gehts lang. Inzwischen haben fast 130.000 ihre Stimme auf diesem urdemokratischen Weg gegen die Zensur des Internet erhoben. Vorm Mitzeichnen lesen: hier und hier]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist der letzte Tag der Petitionsfrist gegen Internetzensur. Wer noch nicht mitgezeichnet hat: <a title="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" target="_blank">hier gehts lang</a>. Inzwischen haben fast 130.000 ihre Stimme auf diesem urdemokratischen Weg gegen die Zensur des Internet erhoben.</p>
<p>Vorm Mitzeichnen lesen: <a title="http://www.heise.de/ct/Warum-die-geplante-Kinderporno-Sperre-nicht-Gesetz-werden-darf--/artikel/138426" href="http://www.heise.de/ct/Warum-die-geplante-Kinderporno-Sperre-nicht-Gesetz-werden-darf--/artikel/138426" target="_blank">hier</a> und <a title="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867" href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867" target="_blank">hier<br />
</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Filter (4) [mit Petitionshinweis!]</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 20:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Tinte unter dem Vertrag zwischen BKA und den gro&#223;en Providern ist noch nicht trocken, da wird der Katalog der Verbrechen, aufgrund derer ein Access-Blocking stattfinden soll erg&#228;nzt durch ein paar andere mindestens genau so schlimme &#8220;Verbrechen&#8221;: Urheberrechtsverletzungen und illegales Gl&#252;cksspiel. Es zeichnete sich ja ab und &#252;berrascht d&#252;rfte tats&#228;chlich niemand sein, dass eine solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tinte unter dem Vertrag zwischen BKA und den gro&#223;en Providern ist noch nicht trocken, da wird der Katalog der Verbrechen, aufgrund derer ein Access-Blocking stattfinden soll erg&#228;nzt durch ein paar andere mindestens genau so schlimme &#8220;Verbrechen&#8221;: <a title="http://www.heise.de/newsticker/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/meldung/136764" href="http://www.heise.de/newsticker/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/meldung/136764" target="_blank">Urheberrechtsverletzungen und illegales Gl&#252;cksspiel</a>. Es zeichnete sich ja ab und &#252;berrascht d&#252;rfte tats&#228;chlich niemand sein, dass eine solche Infrastruktur noch vor der Inbetriebnahme solcherart Begehrlichkeiten weckt. Sp&#228;testens jetzt sollte jedem klar sein, dass der Widerstand gegen die Zensur des Netzes, und nichts anderes ist es, was die Regierungsvertreter hier vorhaben, keine <a title="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550--f173841.html#frage173841" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550--f173841.html#frage173841" target="_blank">&#8220;pseudo-b&#252;rgerrechtsengagierte Hysterie von Pseudo-Computerexperten&#8221; </a>ist, wie Herr Dr. Uhl das zu beschreiben pflegte. (ja, genau <a title="http://www.richardconrad.de/2008/09/02/von-china-lernen/" href="http://www.richardconrad.de/2008/09/02/von-china-lernen/" target="_self">DER</a> Uhl!)</p>
<p>Ich habe mich schon oft gefragt, warum eine offenbar breite Masse von vorallem konservativen Politikern (aber leider nicht nur diese) einen so unstillbaren Drang versp&#252;ren, auf so schlichte Weise gegen Dinge vorzugehen, die sie offenkundig nicht verstehen. Mir ist das v&#246;llig fremd. Allerdings verstehe ich gut, dass ein Ding wie ein weltweites Computernetz, das prinzipbedingt nicht kontrollierbar sein soll, einem Technokraten eine geh&#246;rige Portion Unwohlsein bescheren muss.</p>
<p>Das Internet ist die wohl gr&#246;&#223;te Revolution seit dem Buchdruck, keine Erfindung hat seither den Gedanken- und Meinungs- und Wissensaustausch &#228;hnlich bef&#246;rdert, wie die breite Verf&#252;gbarkeit dieses Netzes. Praktisch jeder hat die Chance, sein bisschen Senf dazuzugeben. Das ist selten &#252;bersichtlich und auch nicht immer sch&#246;n. Nat&#252;rlich gibt es Ecken, in denen es ein nach Harn stinkt und kahlrasierte, einf&#228;ltige Menschen Dummes in die Welt posaunen. Auch religi&#246;se Eiferer kommen zu Wort und linke Bauernf&#228;nger, aber genau so <a title="http://stefan-niggemeier.de/" href="http://stefan-niggemeier.de/" target="_blank">kluge Journalisten</a> wie <a title="http://www.nachdenkseiten.de/" href="http://www.nachdenkseiten.de/" target="_blank">engagierte Publizisten</a>, deren Meinung nicht immer die meine ist, aber zumindest das selbst&#228;ndige Denken abseits der Mainstreammedien bef&#246;rdert. Mit dieser ungeheuren Vielfalt der Argumente, die jeden halbwegs vernunftbegabten Menschen vor Freude schier &#252;bersprudeln lassen m&#252;sste, muss es doch gelingen Humanismus und Aufkl&#228;rung und Demokratie zu bef&#246;rdern.</p>
<p>Wer jetzt im Stillen genickt hat, kann nicht wollen, das eine Poliziebeh&#246;rde ohne parlamentarische Legitimation oder gar richterliche Kontrolle dar&#252;ber entscheidet, was zuk&#252;nftig in deutschen Haushalten aus den Rechnern flimmert. Es geht nicht um den Schutz unserer Kinder, es geht schlicht um Kontrolle &#252;ber ein Massenmedium.  Und da halte ich es mit Karl Popper der fragte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wie k&#246;nnen wir unsere politischen Einrichtungen so aufbauen, dass auch unf&#228;hige und unredliche Machthaber keinen gro&#223;en Schaden anrichten k&#246;nnen?&#8221;</p></blockquote>
<p>Die jetzt geplante Zensurinfrastruktur scheint mir nicht die Antwort auf diese kluge Frage zu sein.</p>
<p>Hier ist die Gelegenheit f&#252;r einen kleinen Beitrag dagegen: Zeichnet die Petition gegen die <a title="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" target="_blank">Indizierung und Sperrung von Internetseiten </a>mit.</p>
<p><strong>[Update]</strong>: Zwischen gestern 22:00 Uhr und heute morgen um acht 5.000 neue Unterschriften. Da bewegt sich etwas.</p>
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		<title>Filter</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 08:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen und Monaten h&#246;re und lese ich viel &#252;ber die Initiative der Familienministerin (der ich im &#252;brigen sehr dankbar f&#252;r das Elterngeld bin), das Internet von Kinderpornografie frei zu machen. Man muss nicht gro&#223;e Umfragen in Auftrag geben um zu ahnen, dass es wenig Ziele gibt, die so einen einhelligen Konsenz erzeugen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen und Monaten h&#246;re und lese ich viel &#252;ber die Initiative der Familienministerin (der ich im &#252;brigen sehr dankbar f&#252;r das Elterngeld bin), das Internet von Kinderpornografie frei zu machen. Man muss nicht gro&#223;e Umfragen in Auftrag geben um zu ahnen, dass es wenig Ziele gibt, die so einen einhelligen Konsenz erzeugen, wie dieses. Vermutlich ist das auch der Grund, warum ausgerechnet das Thema mit einem der h&#246;chsten Emp&#246;rungspotenziale herhalten muss, um eine Institution zu etablieren, die das Grundgesetz ausdr&#252;cklich verbietet. <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)" target="_blank">Zensur</a> heisst die L&#246;sung, die hier nat&#252;rlich harmlos als Filter daherkommt. Der Effekt ist der Gleiche. <span id="more-222"></span>Eine staatliche Instanz entscheidet, welche Inhalte die Provider an den Kunden weiterleiten d&#252;rfen und welche nicht. Viel gibt es, was dagegen spricht: Machbarkeit, Wirksamkeit, Kosten und nicht zuletzt Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit. Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat in einer <a title="http://www.ccc.de/press/releases/2009/20090212/bundestag_filter-gutachten.pdf" href="http://www.ccc.de/press/releases/2009/20090212/bundestag_filter-gutachten.pdf" target="_blank">kleinen Studie</a> all diese Aspekte der dieses Vorhabens beleuchtet legt den Schluss nahe, dass eine solche Filterung wenig wirksam, teuer und unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig ist.  Abgesehen von der dann gegebenen staatlich legitimierten M&#246;glichkeit der Zensur von unerw&#252;nschten Inhalten (wer entscheidet dar&#252;ber?) bietet das System gro&#223;en Raum f&#252;r Missbrauch, der zum Teil sogar durch die immanenten Sanktionsmechanismen induziert wird:</p>
<blockquote><p>&#8230;wenn auch zuzugeben ist, dass Belange des Jugendschutzes im Allgemeinen und der &#246;ffentlichen Sicherheit und Ordnung Beschr&#228;nkungen der Kommunikationsfreiheit legitimieren k&#246;nnen, muss dennoch ber&#252;cksichtigt werden, dass die Gefahr weitergehender Beeintr&#228;chtigungen besteht, wenn Access-Provider Geldbuden bef&#252;rchten m&#252;ssen, weil sie bestimmte Inhalte nicht hinreichend ausfiltern k&#246;nnen. Dann n&#228;mlich besteht die Gefahr, dass diese Provider zur Vermeidung m&#246;glicher Nachteile auch Inhalte sperren, die an sich unbedenklich sind. Im Ergebnis w&#252;rden dadurch private Unternehmen zu einer Art Zensurstelle, die dar&#252;ber entscheidet, welche Informationen zu den B&#252;rgern gelangen k&#246;nnen und welche nicht, ohne dass die gleichen rechtsstaatlichen Vorkehrungen gegen einen Missbrauch dieser Macht bestehen w&#252;rden wie gegen&#252;ber staatlichen Einschr&#228;nkungen der Kommunikationsfreiheit.</p></blockquote>
<p>Anstatt Unterbindung der Weiterleitung und Verbreitung der Inhalte zuversuchen, liegt es doch viel n&#228;her, die Quellen zu bek&#228;mpfen. Oft wird in diesem Zusammenhang argumentiert, dass das ja Server seien, die im unerreichbaren Ausland st&#252;nden und derer man so nicht habhaft werden k&#246;nne. Offensichtlich stimmt das nicht. <a title="http://scusiblog.org/?p=330" href="http://scusiblog.org/?p=330" target="_blank">Hier hat sich Florian vom scusiblog.de die M&#252;he gemacht</a>, die Server auf den einschl&#228;gigen Sperrlisten der europ&#228;ischen Nachbarn zu verorten und festgestellt, dass die meisten davon durchaus physisch und juristisch erreichbar sind.  95% befinden sich in westlichen L&#228;ndern. Da stelle ich mir schon die Frage, warum hier gefiltert werden soll, was ausgeknipst werden k&#246;nnte.</p>
<p>Ach ja, ganz am Rande flattert hier eine <a title="http://www.heise.de/newsticker/Polizist-als-mutmasslicher-Erpresser-verhaftet--/meldung/133526" href="http://www.heise.de/newsticker/Polizist-als-mutmasslicher-Erpresser-verhaftet--/meldung/133526">Geschichte herein von dem Polizisten in Niedersachsen</a>, der versucht hat (ziemlich dilettantisch obendrein), eine unbekannte Zahl von Personen mit einem Brief zu erpressen. In diesem Brief bietet der den Empf&#228;ngern die L&#246;schung von Daten an, die beweisen sollen, dass der Empf&#228;nger sich durch Aktivit&#228;ten auf p&#228;dophilen Seiten strafbar gemacht hat.  Daf&#252;r sollten die Empf&#228;nger 50 Euro in bar in einem Umschlag in einen von ihm benannten Briefkasten einwerfen. Als Beweis nennt das Schreiben die ung&#252;ltige IP-Adresse &#8220;192.234.214.676&#8243; und &#8220;ein Java-Script ihres Computers&#8221;. Hier paart sich Inkompetenz mit krimineller Energie.</p>
<p>Auf die <a title="http://www.richardconrad.de/2009/02/16/sicherheit-als-kernkompetenz/" href="http://www.richardconrad.de/2009/02/16/sicherheit-als-kernkompetenz/">email ans LKA</a> habe ich &#252;brigens auch noch keine Antwort bekommen, was ja ok w&#228;re, wenn das Problem behoben w&#228;re. Statt dessen wird es offenbar ignoriert. Und die sollen unser Internet filtern?</p>
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		<title>Von China lernen&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 12:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich Anfang der 90er mit dem Studium anfing, waren Begriffe wie &#8216;lean production&#8217; und &#8216;just in time&#8217; noch Schlagworte, mit denen man leicht erkl&#228;ren konnte, warum es auch gut ist, von Asien zu lernen. Das ist auch zweifelsohne immernoch so. Doch nun schl&#228;gt ein irrlaufender Parlamentarier ausgerechent eine Praxis zu &#220;bernahme vor, die monatelang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich Anfang der 90er mit dem Studium anfing, waren Begriffe wie &#8216;lean production&#8217; und &#8216;just in time&#8217; noch Schlagworte, mit denen man leicht erkl&#228;ren konnte, warum es auch gut ist, von Asien zu lernen. Das ist auch zweifelsohne immernoch so. Doch nun schl&#228;gt ein irrlaufender Parlamentarier ausgerechent eine Praxis zu &#220;bernahme vor, die monatelang Gegenstand erbitterter Diskussionen war und ist und vor allem von westlichen Demokratien gegen&#252;ber China gern als Misstand angeprangert wird: <a title="http://www.focus.de/digital/games/killer-spiele-bayern-beharrt-auf-raschem-verbot_aid_329802.html" href="http://www.focus.de/digital/games/killer-spiele-bayern-beharrt-auf-raschem-verbot_aid_329802.html" target="_blank">die Zensur des Internet</a>. Hans-Peter Uhl (CSU, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag) l&#228;sst den Focus wissen, dass er gern Provider per Gesetz zwingen will, bestimmte Seiten aus dem Netz zu nehmen.</p>
<blockquote><p>Sp&#228;testens seit den Olympischen Spielen in Peking wisse man, was m&#246;glich sei: „Was die Chinesen k&#246;nnen, sollten wir auch k&#246;nnen. Da bin ich gern obrigkeitsstaatlich.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich bin sicher, das die Vergabe der Spiele nach Peking irgendwo im hintersten Ende auch die Motivation hatte, mehr Offenheit in das Reich der Mitte zu exportieren. Offenbar funktioniert der Ideenaustausch aber auch mit umgekehrtem Vorzeichen.</p>
<p><strong>Update:</strong> Auf <a title="http://abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550--f130814.html#frage130814" href="http://abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550--f130814.html#frage130814" target="_blank">abgeordentenwatch.de</a> <span style="text-decoration: line-through;">harrt im &#220;brigen eine Frage zu diesem Interview auf Beantwortung.</span> hat Herr Dr. Uhl eine Frage zu diesem Interview beantwortet. Darin bringt er seine Emp&#246;rung zum Ausdruck und erkl&#228;rt, warum eine solche Sperre nur bedingt sinnvoll ist. F&#252;r notwendig h&#228;lt er sie jedoch nach wie vor, oder vorsichtiger: Wert, dar&#252;ber nachzudenken. Von China ist dann auch keine Rede mehr.   <span style="text-decoration: line-through;"><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gratis Gras</title>
		<link>http://www.richardconrad.de/wordpress/2008/05/27/gratis-gras/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 May 2008 06:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.richardconrad.de/2008/05/27/gratis-gras/</guid>
		<description><![CDATA[Hey, das ist doch mal eine lustige Geschichte: Zollbeamter auf dem Tokioter Flughafen versteckt Cannabis zu Trainingszwecken in einem zuf&#228;llig ausgew&#228;hlten Koffer eines Reisenden, der Sp&#252;rhund versagt und der Zollbeamte kann sich nicht mehr erinnern, in welchen Koffer er den Stoff getan hat. 142g &#252;brigens. Da kommt man ein St&#252;ck weit&#8230; Update: Gar nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hey, das ist doch mal eine <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7419969.stm" title="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7419969.stm" target="_blank">lustige Geschichte</a>:</p>
<p>Zollbeamter auf dem Tokioter Flughafen versteckt Cannabis zu Trainingszwecken in einem zuf&#228;llig ausgew&#228;hlten Koffer eines Reisenden, der Sp&#252;rhund versagt und der Zollbeamte kann sich nicht mehr erinnern, in welchen Koffer er den Stoff getan hat. 142g &#252;brigens. Da kommt man ein St&#252;ck weit&#8230;</p>
<p><strong>Update:</strong></p>
<p>Gar nicht mehr lustig: bleibt zu hoffen, dass der ahnungslose Passagier gefunden wurde, oder wenigstens nicht nach <a href="http://wikitravel.org/de/Singapur#Sicherheit" title="http://wikitravel.org/de/Singapur#Sicherheit" target="_blank">Singapur</a> weitergereist ist&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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