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	<title>RichardConrad.de &#187; Reisen</title>
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		<title>Marienehe</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 19:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist nicht das, was dem Josef passiert ist, sondern ein Stadtteil von Rostock. Daneben gibts auch noch eine Wohnungsgenossenschaft mit diesem sch&#246;nen Namen, die in Rostock und Umgebung kr&#228;ftig Werbung f&#252;r ihre gut gemeinten Zusatzangebote macht. Und genau so sieht das dann auch aus: Gut gemeint. Das Gegenteil von Gut eben. Da ist eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist nicht das, was dem Josef passiert ist, sondern ein Stadtteil von Rostock. <a title="Marienehe, total toll" href="http://www.richardconrad.de/wordpress/wp-content/2007/06/resize-of-img_3622.jpg" rel="lightbox[43]"><img class="size-medium wp-image-345 alignleft" style="margin: 5px;" title="resize-of-img_3622" src="http://www.richardconrad.de/wordpress/wp-content/2007/06/resize-of-img_3622-300x200.jpg" alt="resize-of-img_3622" width="240" height="160" /></a>Daneben gibts auch noch <a title="Wohnungsbau vom Feinsten" href="http://www.wg-marienehe.de/index.html" target="_blank">eine Wohnungsgenossenschaft mit diesem sch&#246;nen Namen</a>, die in Rostock und Umgebung kr&#228;ftig Werbung f&#252;r ihre gut gemeinten Zusatzangebote macht. Und genau so sieht das dann auch aus: Gut gemeint. Das Gegenteil von Gut eben. Da ist eine Frau zu sehen, die offensichtlich von etwas total Tollem so sehr aus dem H&#228;uschen ist, dass ihre Gesichtsz&#252;ge das zeigen, was sonst vermutlich nur M&#228;nner in Parks zu sehen bekommen, wenn sie ihren langen Regenmantel aufreissen. Auch sch&#246;n ist die <a title="marienehe.de" href="http://marienehe.de" target="_blank">Stadtteilseite</a>, die offenbar ein engagierter Einwohner als Hobby betreibt. Modernes Design, logischer Aufbau und technisch anspruchsvolle Umsetzung f&#228;llt mir dazu ein. St&#246;bern lohnt sich.</p>
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		<title>(R)eiterball</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2004 12:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Sommer ist eine gro&#223;artige Jahreszeit. Die kulturellen Angebote sind ebenso zahlreich wie die Parties und die Leute meistens aufgeschlossen und gut drauf. Manchmal nehmen Begegnungen mit Artgenossen allerdings auch unverhoffte Wendungen. An einem Samstag Abend hatten wir uns das Jazz-Festival im Herrenkrug ausgesucht. Nachdem ich besagtes Festival verlassen hatte, von dem mir neben dem hohen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sommer ist eine gro&#223;artige Jahreszeit. Die kulturellen Angebote sind ebenso zahlreich wie die Parties und die Leute meistens aufgeschlossen und gut drauf. Manchmal nehmen Begegnungen mit Artgenossen allerdings auch unverhoffte Wendungen. An einem Samstag Abend hatten wir uns das Jazz-Festival im Herrenkrug ausgesucht. Nachdem ich besagtes Festival verlassen hatte, von dem mir neben dem hohen Niveau der wahrhaft hochtalentierten und meisterhaft improvisierenden Musiker vor allem das hohe Niveau der Bierpreise und das Fehlen von ausreichend M&#252;lltonnen im Hirn haften geblieben war, hab ich mich von Freunden zum Reiterball nach ******* (setzt hier bitte irgendeinen kleinen Ort in Ostelbien ein) entf&#252;hren lassen. Anja hatte das tiefe und unstillbare Bed&#252;rfnis, diese kulturelle Supernova am Himmel des Nachtlebens dieser pulsierenden und dampfend Leben atmenden Metropole im Herzen des ostelbischen Kiefernbestandes mit ihrer Anwesenheit zu bereichern. Da Yentzie und ich nun wahrlich keine Langweiler sind und eigentlich auch zu ziemlich vielen Schandtaten bereit, brauchte Anja uns nicht lange bitten: die Aussicht auf ein Bier und eine m&#246;glicherweise interessante Erfahrung waren Motivation genug. Allein die Sorge um das passende Outfit trieb mich um. Zu Unrecht wie sich recht bald erweisen sollte.<br />
Das W&#246;rtchen &#8220;Ball&#8221; in der Bezeichnung der Veranstaltung rief mir Assoziationen mit Wiener B&#228;llen ins Hirn, die im Allgemeinen nur Inhabern von gutem Aussehen, feiner Garderobe und unanst&#228;ndig teuren Eintrittskarten vorbehalten bleiben. Abgesehen vom guten Aussehen verf&#252;gen wir allerdings &#252;ber derlei Voraussetzungen im Allgemeinen nicht. Und im Besonderen lagen wir noch kurz vorher im Gras und tranken Bier aus Plastebechern. Mit solcherlei Gedanken ausgestattet trafen wir in ******* ein. Es hatte Z&#252;ge einer Zeitreise, einer Dimensionen &#252;berspannenden Odyssee, was uns da wiederfahren ist. Eben noch sa&#223; ich wohlbeh&#252;tet in einem Ingolst&#228;dter Luxuswagen bei erlesener Musik, fand ich mich Sekundenbruchteile sp&#228;ter in einem Paralleluniversum wieder, dass im konkreten Fall in einer d&#246;rflichen Mehrzweckhalle angesiedelt war, die angef&#252;llt mit stinkbesoffener Dorfjugend und akustisch verseucht mit schlimmsten 80er-Jahre-Popverbrechen (Modern Talking, Fancy und Sandra z.B.) im Wechsel mit Karel Gott und aktuellen &#8220;Hits&#8221;, die 80er-Jahre-Popverbrechen covern, eine traumatische, ja beinahe lethale Wirkung zu entfalten drohte.</p>
<p>Anpassungsf&#228;hige Gro&#223;st&#228;dter wie wir, die im &#220;berlebenskampf des Betondschungels schon so manche schlimme Nacht &#252;berstanden haben, reagieren in solchen F&#228;llen mit einem kurzen Irritiertsein, welches von der fieberhaften Suche nach dem angemessenen Verhaltensmuster verursacht wird. Es ist ein bissel so wie das Regeln einer Kamera, die auf pl&#246;tzlich dramatisch ver&#228;nderte Lichtverh&#228;ltnisse reagiert.</p>
<p>Besonders lange dauerte das allerdings nicht. Wir sind ja Profis und flexibel. Im Nu hatte ich ein Bier in der Hand und tanzte zu ABBA&#8217;s Dancing Queen. Alles war wieder gut. Zu Dritt standen wir dann noch eine Weile am Rande der Tanzfl&#228;che &#8216;rum und haben uns &#252;ber die wirklich groben geschmacklichen Verirrungen lustig gemacht, die uns dargeboten wurden. Fette, t&#228;towierte H&#252;ften, die von tarnfarbenen Hosen, mit viel zu tief sitzendem Bund nur m&#252;hsam zusammengehalten wurden, furchterregende, rekordverd&#228;chtige Plateausohlen (pinkfarben) und wie Pornodarstellerinnen geschminkte (ich musste sofort an Homer Simpsons Schminkflinte denken), solariumsverkokelte Kindergesichter, in denen st&#228;ndig eine Smirnoff-Ice-Flasche oder eine Zigarette steckte. Selbst diese Ohr-beringten, fitnesscentergest&#228;hlten, solariumsschwarzen Waschbrettwampen sch&#252;tten dieses s&#252;&#223;e Gelumpe in sich rein, als g&#228;b&#8217; es kein Morgen.</p>
<p>Ich bin ja durchaus als jemand bekannt, der das Leben nicht m&#252;hsam durch einen Strohhalm aufsaugt, sondern eher mit kr&#228;ftigen Schlucken aus einer Punica-Pulle in sich &#8216;reinsch&#252;ttet. Aus diesem Grunde halte ich auch H&#252;fthosen (hei&#223;en die so?) f&#252;r eine wirklich wunderbare modische Entwicklung. Minir&#246;cke sind das auch und auch bauchfreie Tops. F&#252;r alle diese Dinge gilt: Ist alles sehr sch&#246;n anzusehen. Und der geneigte Leser m&#246;ge mir glauben: ich bin wie jeder Mann, sehr schnell visuellen Reizen erlegen, wenn es den Reize im positiven Sinn sind. Aber was da zum Teil von jungen und auch nicht mehr ganz so jungen, offenbar sehr mutigen (oder sollte ich sagen merkbefreiten, in der eigenen K&#246;rperwahrnehmung eingeschr&#228;nkten) M&#228;dels in Missbrauch dieser an sich sch&#246;nen Bekleidungsform dargeboten wird, l&#228;sst mich zum Teil sogar mutma&#223;en, es handele sich um einen sehr subtilen terroristischen Angriff auf die Grundfesten unserer Gesellschaft. Wir werden da mit unserer eigenen Freiheit und Liberalit&#228;t geschlagen.</p>
<p>H&#252;fthosen geh&#246;ren an sch&#246;ne H&#252;ften! An nicht zu d&#252;rren aber keinesfalls fetten H&#252;ften will ich sie sehen, den ganzen Sommer lang, bis es zu kalt wird daf&#252;r. Da ist das sehr in Ordnung. Aber diese preisverd&#228;chtigen, McDoof-gem&#228;steten Schinken und Stei&#223;e, die zum Teil zu erschreckend jungen Dingern geh&#246;ren, sollen sich gef&#228;lligst in Demut verh&#252;llen, bis mal irgendeine Di&#228;t funktioniert hat. Gleiches gilt im &#252;brigen f&#252;r bauchfreie Mode. Ein Bauchnabel, der aussieht als w&#228;re er von welligem, wei&#223;en Pergament umgeben, ist nicht geeignet, mir wohlige Schauer &#252;ber den R&#252;cken zu jagen. Ein sch&#246;ner Bauch vermag das sehr wohl.</p>
<p>Es gibt ja auch bauchfreie Mode f&#252;r M&#228;nner. Abgesehen davon, das das mir das irgendwie nicht gef&#228;llt, w&#252;rde ich so etwas schon deshalb nicht anziehen, weil ein winziger Rest von klarem Verstand mir die Selbsterkenntnis gestattet, nicht &#252;ber einen geeigneten K&#246;rper zu verf&#252;gen. Daf&#252;r bin ich einfach nicht gut genug in Form. Oder anders gesagt: Wer vom Stabhochsprung keine Ahnung hat, der darf nicht versuchen, sich in dieser Disziplin f&#252;r Olympia zu qualifizieren.</p>
<p>Allerdings ist auch den Objekten unserer Erheiterung nicht lange verborgen geblieben, dass wir nicht mit ihnen sondern gr&#246;&#223;tenteils &#252;ber sie gelacht haben. Das m&#246;gen die aber in der Regel nicht sonderlich. Und wenn die auch sonst nicht so viel merken: Wenn man &#252;ber sie lacht, reagieren die sehr sensibel. Yentzieh hat dann als erster von uns Dreien erkannt, das es Zeit war zu gehen. Und als ich mir mal die M&#252;he machte, in die uns umgebenden Gesichter zu blicken, war mir dann auch klar, das wir nicht mehr lange Spa&#223; an uns und unseren sch&#246;nen geradegewachsenen Nasen haben w&#252;rden, wenn wir uns nicht gleich verpissen. Es ist ja auch bekloppt, in der H&#246;hle des L&#246;wen &#252;ber dessen M&#246;bel zu lachen&#8230;</p>
<p><span style="font-family: Verdana; font-size: x-small;"> </span></p>
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		<title>Rollsplitt f&#228;rbt Hose braun</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2002 12:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Feierabendrunde auf der schwarzen Dicken ist mal wieder richtig gut: auf der 246 bin ich von MD bis nach Wiesenburg locker flockig durch Wald und Feld gewedelt und kurz davor auf die 107 in Richtung Coswig abzubiegen. Der Wald ist sattgr&#252;n, strotzt vor Leben und duftet wunderbar, die Luft ist nach einem warmen Sp&#228;tsommertag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica"><font size="2">Die Feierabendrunde auf der schwarzen Dicken ist mal wieder richtig gut: auf der 246 bin ich von MD bis nach Wiesenburg locker flockig durch Wald und Feld gewedelt und kurz davor auf die 107 in Richtung Coswig abzubiegen. Der Wald ist sattgr&#252;n, strotzt vor Leben und duftet wunderbar, die Luft ist nach einem warmen Sp&#228;tsommertag angenehm k&#252;hl und die meisten Dosentreiber sind offenbar schon zu Hause. Die Sonne steht zwar tief, aber in meinem R&#252;cken, sodass die St&#228;mme der Kiefern golden leuchten. Ich h&#228;nge meinen Gedanken nach und genie&#223;e einfach die fast perfekten Kurvenlinien, die mir an diesem Tag gelingen: die Dicke kippt nach rechts, sie kippt nach links, die Stiefelspitzen streicheln den Asphalt und mit sanfter Beschleunigung zieht sich die Dicke ein ums andere mal souver&#228;n zum Kurvenausgang. Die Schr&#228;glagen erzeugen dieses beinahe schwerelose Gef&#252;hl, dem alle Kradisten mehr oder weniger verfallen sind. Ich genie&#223;e den Moment und bin eins mit der Welt aus Wald, Sonne, w&#252;rzigem Duft, Asphalt und nicht enden wollenden, organischen Bewegungen der Vierteltonne Stahl mit mir oben drauf.</font></font><span id="more-12"></span></p>
<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica"><font size="2">Vor mir taucht ein Auto auf, dem ich mich schnell n&#228;here. Ich kann aufgrund des Gegenverkehrs nicht gleich &#252;berholen, da nimmt das Unheil in Form eines massiven Insektenschwarmes seinen Anfang. Eingeh&#252;llt in chitinhaltige Biomasse verschlechtert sich die Sicht ziemlich z&#252;gig. Der Dosentreiber vor mir hat das wohl auch mitbekommen und bet&#228;tigt beherzt seine Scheibenwaschanlage. Die D&#252;sen sind nat&#252;rlich schei&#223;e eingestellt und h&#252;llen mich zus&#228;tzlich eine sp&#252;lischwangere Wolke. Bedingungen, die nicht dazu geeignet sind, die optischen Eigenschaften meines Visiers zu verbessern. Und wie ich mich noch so dr&#252;ber freue, wie sch&#246;n sich das Licht der entgegenkommenden Fahrzeuge in den Insektenleichen und den Sp&#252;litropfen bricht, gebiert mir des Schicksals unberechenbarer Uterus eine fiese Rollsplittspur direkt vors Mopped. Das Vorderrad, pl&#246;tzlich seiner Haftung beraubt, strebt nat&#252;rlich sofort in Richtung Kurvenau&#223;enseite. Klar, dass das Hinterrad da nicht nachstehen mag. Da die Rollsplitt-Spur einen knappen halben Meter breit ist, haben auch beide R&#228;der gen&#252;gend Zeit, ordentlich ins Rutschen zu kommen. Bis der Rollsplitt dann pl&#246;tzlich ausgeht und der knackig einsetzende Grip im Verein mit der Massentr&#228;gheit die Fuhre in die andere Richtung kippen l&#228;sst. Viel Zeit zum &#220;berlegen hat man ja in so einer Situation nicht wirklich; trotzdem kalkuliert mein Hirn blitzartig eine Reihe von wichtigen Entscheidungen. Zun&#228;chst schie&#223;t mir eine alte Mopped-Fahrer Weisheit durch den Kopf, die genauso wahr wie nutzlos ist: &#8220;Keep the rubber-side down!&#8221;. Tolle Wurst! Die Frage ist nur: Wie? Nachdem das Ziel also erkannt ist, stellt sich die Frage nach einer passenden Taktik. Links in den Gegenverkehr: Das ist offensichtlich eine bl&#246;de Idee. Rechts in die Lei(t/d)planke: oooch n&#246;&#246;&#246;! Auch nicht wirklich eine Option. Die Dose vor mir wird auch noch langsamer, weil der Fahrer nat&#252;rlich auch nur noch einen Insektenfriedhof sieht&#8230;</font></font></p>
<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica"><font size="2">F&#252;r solche wirklich existenziellen Situationen ist der gemeine Mopped-Fahrer offensichtlich mit Notfallprogrammen ausgestattet, die neben den ganzen sinnlosen Krempel, der das Hirn so im allgemeinen besch&#228;ftigt, still und zuverl&#228;ssig ihre Arbeit verrichten. Der Fahrer nimmt davon nix bewusst wahr. Als ich noch dabei bin, die Ausweglosigkeit meiner Situation zu eroieren, tut mein K&#246;rper l&#228;ngst das richtige. Ich kann nicht genau sagen, was das ist, aber es funktioniert. Vermutlich lenke ich gegen und meine sonst so sanfte Dicke bockt heftig wie ein Bulle beim Rodeo. Nach einigen ziemlich dramatischen Schlenkern, die einiges an Gummi auf der Strasse hinterlassen und einer &#196;onen andauernden Schrecksekunde rollt die Dicke wieder friedlich dahin, als h&#228;tte sie nie etwas anderes getan.<br />
</font></font><br />
<font face="Verdana, Arial, Helvetica"><font size="2">Erstmal rechts ran. Runter vom Bock, Helm ab zum Gebet. Wie lange dauert das eigentlich, bis das schei&#223; Zittern wieder aufh&#246;rt? Ich hab das Rauchen zwar lange aufgegeben aber eine Zigarette w&#228;re jetzt gut, oder wenigstens ein gro&#223;es Glas Jack Daniel&#8217;s. Und wo zur H&#246;lle kriege ich hier ne neue Unterhose her?</font></font></p>
<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica"><font size="2">Die R&#252;ckfahrt verl&#228;uft nicht nur aufgrund des blickdichten Helmvisiers nicht ann&#228;hrend so harmonisch, wie der Trip bis zur Rollsplit-Insekten-Etappe. Keine streichelnden Stiefelspitzen, keine schwerelosen Schr&#228;glagen. Nur noch im Gesicht einschlagende Insekten, kein Gef&#252;hl f&#252;r die Stra&#223;e. Anf&#228;ngerangst. Bin wohl noch im Notfallmodus. Nach 20 Minuten geht&#8217;s besser. Die alte Sicherheit kehrt langsam zur&#252;ck, auch wenn die Insekten inzwischen eine dicke Kruste im Gesicht bilden. Als ich auf den Garagenhof einbiege, ist es fast v&#246;llig dunkel.</font></font></p>
<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica"><font size="2">Ich denke an eine andere Weisheit, die mir mal ein Sportpilot &#252;ber die Fliegerei anvertraut hat: Man beginnt mit einem vollen Sack Gl&#252;ck und einem leeren Sack Erfahrung. Der Trick ist, den Erfahrungssack aufzuf&#252;llen, bevor man den Gl&#252;ck-Sack geleert hat. Das trifft auch aufs Moppedfahren zu. Das weis ich jetzt.  </font></font></p>
<p><font face="Verdana, Arial, Helvetica"><font size="2">Fazit:<br />
1. Fahren in der Abendd&#228;mmerung kann im Sp&#228;tsommer auch ohne Nebel ruckartig zu Sichtproblemen f&#252;hren<br />
(Insektenpopulation).<br />
2. Manchmal ist es gut, hinter einer Dose durch die Kurve zu m&#252;ssen und langsamer und weniger schr&#228;g zu sein, als &#252;blich.<br />
</font></font></p>
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