Marienehe
Geschrieben von Richard am 28 Jun 2007 |
Das ist nicht das, was dem Josef passiert ist, sondern ein Stadtteil von Rostock.
Daneben gibts auch noch eine Wohnungsgenossenschaft mit diesem schönen Namen, die in Rostock und Umgebung kräftig Werbung für ihre gut gemeinten Zusatzangebote macht. Und genau so sieht das dann auch aus: Gut gemeint. Das Gegenteil von Gut eben. Da ist eine Frau zu sehen, die offensichtlich von etwas total Tollem so sehr aus dem Häuschen ist, dass ihre Gesichtszüge das zeigen, was sonst vermutlich nur Männer in Parks zu sehen bekommen, wenn sie ihren langen Regenmantel aufreissen. Auch schön ist die Stadtteilseite, die offenbar ein engagierter Einwohner als Hobby betreibt. Modernes Design, logischer Aufbau und technisch anspruchsvolle Umsetzung fällt mir dazu ein. Stöbern lohnt sich.
ZNBw verbummelt Daten
Geschrieben von Richard am 25 Jun 2007 |
“In einem geordneten Haushalt findet sich alles wieder an.” pflegte meine Großmutter immer zu sagen, wenn sie irgendwas nicht sofort finden konnte. Der Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ZNBw) ist nach Großmutters Definition offenbar kein geordneter Haushalt. Denn hier hat jemand tatsächlich ein paar wichtige Daten verbummelt, wie tagesschau.de heute meldet.
Was mag da wohl los gewesen sein? Ein Obergefreiter fragt seinen Ausbildungsfeldwebel: “Ist das Kabel hier wichtig?” oder noch besser: “So Chef, hab die P*rnosammlung jetzt gespiegelt. Die Platten im BackupSAN sind jetzt aber auch voll.” Und der Ausbildungsfeldwebel geht dann zu seinem Oberleutnant und beginnt den Satz mit: “Uns ist da was Saublödes passiert…”
Vielleicht hat das aber auch mit der bevorstehenden Auflösung des ZNBw zu tun. Da hat wohl einer den Aufruf zur Entrümpelung allzu wörtlich genommen. Schließlich und endlich ist der Verlust der Daten die im Zusammenhang mit dem in Guantanmo inhaftierten Murat Kurnaz ja vielleicht gar kein Zufall? Da wird der eine oder andere wohl gar nicht so böse sein, das irgendein Volldepp die falschen Tapes gelöscht hat.
Ein Gutes hat die Nachricht ja: Wenn die Behörden schon geheime Informationen erheben, so sind sie in deren Händen wenigstens sicher. Da kommt keiner mehr ran.
Modelmaße für alle
Geschrieben von Richard am 18 Jun 2007 |
Fotomodelle, insbesondere die wirklich ansehnlichen werden immer teuerer. Das ist ein Trend, so berichten Branchenkenner, der nicht nur den jungen Agenturen wirklch immer mehr zu schaffen macht. “Der Markt ist wie leergefegt, seit der asiatische Raum die Nachfrage drastisch erhöht hat.” berichtet Lorenz Solbach, Vorsitzender der Werbetreibenden Fotografen in Deutschland mit einem Strinrunzeln. “Sowas haben wir seit den 50er Jahren nicht mehr erlebt.” ergänzt der Experte.
Glücklicherweise hilft uns hier die moderne Bildbearbeitung mit handelsüblichen Computern und vor allem talentierten jungen leuten, die die Manipulation kreative Gestaltung von Fotos zu ihrem Metier gemacht haben. Models müssen nicht mehr Idealmaße haben. Models müssen nicht mal in der Nähe dieser Maße sein, wie dieses Video eindrucksvoll zeigt.
Vorbei ist offenbar die Zeit, in der Fotograf ein beneideter Job war, in dem man nur mit traumhaften Models in intimen Situationen zu tun hatte. Kostendruck und technische Möglichkeitern der nachträglichen Manipulation Korrektur des Ergebnisses machen natürlich schöne Körper obsolet.
Man stelle sich vor, welche Aussagekraft Fotos in Kontaktbörsen noch haben! Da fühlt man sich plötzlich beim gebrochen deutsch sprechenden Gebrauchtwagenhändler aus der Urkaine geborgen wie zu Hause bei Großmama auf der Couch am Samstag abend kurz bevor Wetten, dass …! anfängt.
[Die Namen und Organisation und auch einige Fakten in diesem Bericht sind frei erfunden; Wer diese Stellen findet, darf sie behalten]
Ms. Dewey
Geschrieben von Richard am 29 Nov 2006 |
Was für eine Frau.
Yentzieh rutschte ganz unruhig auf seinem Stuhl herum, als er mir versuchte zu erklären, was für eine tolle Seite er im Netz entdeckt hatte. Leider hatte er den Link nicht parat. Aber seine verbalen Beschreibungen enthielten Worte wie: klasse (einfallslos), total lecker (schon oft gehört), witzig (witzig? Moment, das ist neu), charmant und unwiderstehlich (hmm, das ist in der tat jenseits der Norm). Also keine von diesen zugegeben hochprofessionellen Foto-Seiten mit mehr oder weniger atemberaubenden Models.
Nein, Ms. Dewey ist Deine Assistentin, zumindest entführt die Seite für ein paar Minuten in die reiche Welt der Phantasie. Und dort ist Ms. Dewey meine Assistentin.
Ihr Erscheinen vermittelt Ungeduld, wenn die Schöne den Fortschrittsbalken zu beschleunigen versucht. Dann ist sie erstmal ziemlich beschäftigt (mit einem Motorrad, einem offenbar nicht funktionierenden Mitarbeiter, einem Schlachtplan, auch mal mit einem riesigen Rambo.Knife) widmed sich aber, sobald sie dich bemerkt, mit leidenschaftlicher Hingabe deinen Fragen.
Wer Ms. Dewey nur anschauen will, kann das auch tun. Der wird dann mit ihren entzückenden Versuchen konfrontiert, ihren gegenüber zum Eingeben von Suchbegriffen und/oder Fragen zu bewegen. Das ist wirklich nett anzusehen. Ihre Mimik und Gestik vermitteln das Gefühl ein Idiot zu sein, dem Sie versucht unauffällig klar zu machen, was nun zu tun ist.
Darüber hinaus kommentiert sie die Suchanfragen mit mehr oder weniger witzigen Aussagen, die sich allerdings bald wiederholen.
Hinter dem ganzen Zauber steckt die Suchmaschine live.com von Microsoft. In ein wirklich witziges Gewand gekleidet ist sie, allerdings langsam und auch nicht wirklich komfortabel zu handhaben. Die Suchergebnisse werden in einer kleinen Box angezeigt, die nur ein Viertel des Bildschirms ausmacht.
Wer also ein bissel Zerstreuung sucht, wird Ms. Dewey nett finden. Wer wirklich recherchieren will, dem geht der Zauber schnell auf den Nerv. Aber einmal täglich in die Welt der Phantasie entführt werden, muss erlaubt sein. Insofern: Ich würde mich über immer neue Filmschnipsel freuen, und sicher gibt es auch eine Zielgruppe für Mr. Dewey, oder?