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	<title>RichardConrad.de &#187; Mucke</title>
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		<title>Can&#8217;t stopp the Beat</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 14:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<title>Down by the River</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 06:28:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn so eine innere Unruhe mich plagt und ich das unbestimmte Gef&#252;hl habe, irgend etwas tun zu m&#252;ssen, hilft sehr oft, einfach eine Stunde Rad zu fahren. Das ist dann meistens die 3-Br&#252;cken-Tour: Stadtfeld &#8211; Sternbr&#252;cke &#8211; S&#252;dspitze Rothehorn &#8211; Fussg&#228;ngerbr&#252;cke Rothehorn &#8211; Fussg&#228;ngerbr&#252;cke Herrenkrug &#8211; Handelshafen und dann mehr oder weniger an der Elbe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn so eine innere Unruhe mich plagt und ich das unbestimmte Gef&#252;hl habe, irgend etwas tun zu m&#252;ssen, hilft sehr oft, einfach eine Stunde Rad zu fahren. Das ist dann meistens die 3-Br&#252;cken-Tour: Stadtfeld &#8211; Sternbr&#252;cke &#8211; S&#252;dspitze Rothehorn &#8211; Fussg&#228;ngerbr&#252;cke Rothehorn &#8211; Fussg&#228;ngerbr&#252;cke Herrenkrug &#8211; Handelshafen und dann mehr oder weniger an der Elbe zur&#252;ck zur Innenstadt bis nach Stadtfeld. Das sind etwa 20 km und nach einer Stunde habe ich dann eine ausreichende Rechfertigung f&#252;r das n&#228;chste gute (etwas zu &#252;ppige) Essen und Trinken. Manchmal mache ich aber auch den Biathlon: mit dem Fahrrad zum M&#252;ckenwirt und dort ein paar Seiten lesen. Hier ist dann auch meine Verpflegungsstelle &#8211; man will ja nicht dehydrieren &#8211; die mich mit gutem isotonischen Weizenbier versorgt. Letzten Samstag hatte ich an den Biathlon gedacht, als ich mich gegen acht meinem Fahrrad anvertraute. Dann kam aber doch alles ganz anders.<span id="more-187"></span></p>
<p>Das dies kein gew&#246;hlicher Abend ist, wird in der R&#252;ckbetrachtung schon an der Sternbr&#252;cke klar. Auch f&#252;r einen Samstag sind ungew&#246;hnlich viele Leute unterwegs. Selbst der Biergarten am Elbelandhaus (das uns kurz vor Weihnachten seine eigenwillige Interpretation von &#8220;Service&#8221; n&#228;herzubringen die Stirn hatte) ist voll. In einer Ecke hat sich ein Duo mit allerlei Equipment aufgebaut und schickt sich an, offenbar nach einer Pause, mit ihrer Musik fortzufahren. Ich bin erfreut und bleibe kurz, um ein Bob Dylan Cover anzuh&#246;ren. Es ist nicht zum Niederknien aber wie sich drei gute Stunden sp&#228;ter bitter erwiesen haben sollte, war das der letzte musikalische Lichtblick des Abends. Ich ziehe weiter, denn schlie&#223;lich hei&#223;t das Etappenziel M&#252;ckenwirt, von dem ich beim Eintreffen vor allem die Schlangen an den Bierst&#228;nden missmutig zur Kenntnis nehme. Zehn Minuten sp&#228;ter habe ich dann endlich ein Weizen in der Hand und stehe (sic!) irgendwo zwischen den gef&#252;hlten 2500 Menschen. Sitzen ist nicht mehr m&#246;glich. Der M&#252;ckenwirt hat Kapazit&#228;ten aufgebaut seit dem letzten Sommer und trotzdem kann ich keinen Platz zum sitzen finden. Und ich bin bei weitem nicht der Einzige. Aber Sitzen wird ohnehin massiv &#252;bersch&#228;tzt und so bleibe ich einfach stehen und warte auf die musikalische Performance, die die zwei akustischen Gitarren verheissen, die auf der B&#252;hne auf den n&#228;chsten Einsatz warten.</p>
<p>In der Zwischenzeit foltert ein DJ das Publikum mit Wolfgang Petri und Dingen, die man sonst nur aus ZDF-Altersbespassungen kennt. Die Musikmischung entspricht etwa dem worst case von (Silber-)Hochzeiten und runden Geburtstagen ab 50. Der kleinste gemeinsame Familiennenner sozusagen, der heute wirklich sehr klein zu sein scheint. Als dann allerdings das Duo auf die B&#252;hne zur&#252;ckkehrt, wird auch beim gl&#252;hendsten Liebhaber von Live-Musik der Wunsch nach einer gepflegten Musikkonserve wach. Ein Garth-Verschnitt (Waynes World, ihr erinnert euch, blondes schulterlanges Haar, Brille, nicht allzu kompetenter Gesichtsausdruck) und eine Art gr&#246;&#223;erer Dirk Bach im weinroten Seidenhemd geben zwar alles, aber wie sich schnell herausstellt, ist das nicht besonders viel. In Vorfreude auf die Live-Mucke hatte ich mir ein zweites Weizen besorgt. Fatale Fehlentscheidung. Ich muss miterleben, wie das singende Seidenhemd das Publikum n&#246;tigt, bei Satisfaction mitzusingen (ein Wunder, dass niemand selbige fordert), indem er Einzelnen, die nicht schnell genug abwinken k&#246;nnen, sein Mikro unter die Nase h&#228;lt. Ich finde sowas ja immer extrem unw&#252;rdig. Verkauft wird das dann als ganz tolle Partystimmung und mit genug Bier f&#252;hlt sich das wohl auch so an. Sehr kleiner gemeinsamer Nenner halt. F&#252;r die die es interessiert: das Duo heisst Yellow Times. Ich verlinke das mal nicht (ja, es gibt eine Webseite, und ja, es gibt dort auch H&#246;rbeispiele), weil auch das Webdesign sagenwirmal speziell ist. Aber ich schweife ab.</p>
<p>Ich vernichte das Weizen in Rekordzeit und schl&#228;ngle mich durch die Massen, die, nichts ahnend von der sie erwartenden netten kleinen Vorh&#246;lle, immernoch dem M&#252;ckenwirt entgegenstreben. Am Elbelandhaus ist der Bob-Dylan-Imitator schon fertig und trinkt sein mittelm&#228;&#223;ig verdientes Bier. Hier gibts also nichts mehr zu sehen oder h&#246;ren und &#252;ber die Elbe weht lockend Madonnas &#8220;like a virgin&#8221; live und die ehrw&#252;dige W&#252;rttemberg erstrahlt in Festbeleuchtung. OK, wie schlimm kann es noch werden? Ich bin leidensf&#228;hig und vor allem neugierig.</p>
<p>In einem kleinen Pavillion auf der flussseitigen Terrasse arbeitet (ja, arbeitet!) ein Trio, bestehend aus einem Keyborder, einem Gitarristen und einer S&#228;ngerin, bei der von &#8220;touched for the very first time&#8221; &#252;berhaupt keine Rede mehr sein kann. Daf&#252;r scheint sie sich ehrlich zu freuen, wenn sie mit ihrem seelenlosen Getr&#228;ller mal einen Ton trifft. Auch der Keyborder nickt dann immer anerkennend. Im n&#228;chsten Song (habe vergessen, was das war, vielleicht auch verdr&#228;ngt?) offenbahrt der Gitarrist einen am&#252;santen kleinen Sprachfehler und Nena&#8217;s darauf folgender Leuchtturm erklingt, passend zur 1908 vom Stapel gelaufenen Kulisse, schwerf&#228;llig, wie ein kaiserlicher Marsch. Ein Paar, bestehend aus einem sehr d&#252;nnen aber gro&#223;en Mann mit Rundschnitt und Schnurrbart, blass mit Brille, Strickwestover &#252;ber dem bis oben zugekn&#246;pften Hemd und roter (!) Bundfaltenhose und einer fast ebenso gro&#223;en aber gar nicht so d&#252;nnen Dame mit ebenfalls roter Hose, &#252;ppig ber&#252;schter halbdurchsichtiger Bluse und Standarddauerwelle tanzt sich die Seele aus dem Leib. Sie vermitteln trotz ihrer leicht grotesken Erscheinung echtes Gl&#252;ck und feiern vermutlich ihren 12. Hochzeitstag oder so. Ein Tisch mit &#228;lteren Herrschaften klatsch nach jeder Tanzeinlage Beifall. Eine Oma bewacht die eierschalenfarbige Handgelenktasche des schneidigen T&#228;nzers, aus der ebendieser seiner Partnerin nun ein Taschentuch reicht. Ich habe genug gesehen.</p>
<p>Am alten Festungsgel&#228;nde unterhalb des Parkplatzes an der Sternbr&#252;cke (Ausgrabungen haben dort jetzt die alten Mauern zu Tage gef&#246;rdert) dringt moderne Musik vom Band zu mir durch den Einlass. Viel ist allerdings auch hier nicht los und der Gedanke an mein Fahrtenmesser, dass ich versehentlich vom Camping noch im Rucksack habe, bewegt mich zum Weiterfahren, obwohl ich damit bei der hier postierten Security sicher viel Spass h&#228;tte haben k&#246;nnen.</p>
<p>Am Domfelsen hat offenbar auch ein neues Restaurant (Backsteinflachbau, sehr designed, Carpaccio, Rucola und Parmesanhobel in hom&#246;opathischer Dosis f&#252;r 18 Euronen im Angebot) er&#246;ffnet. Ich halte kurz und bin erneut begeistert von der Idee, den Domfelsen &#252;ber eine Treppe begehbar zu machen. Der Fluss, der sich sonst so ausgegrenzt und teilend am Stadtbild vorbeiw&#228;lzt, wird mehr begreifbar und erfahrbar. Die Stufen sind gut gef&#252;llt und ein Bierstand versorgt die zahlreichen Nachtschw&#228;rmer.</p>
<p>Eigentlich reichts f&#252;r heute. Auf dem Weg nach hause komme ich (wie immer) an Moll&#8217;s Laden vorbei, dessen nicht eben gro&#223;er Versuchung ich im Allgemeinen leicht widerstehen kann. Nicht so heute. Drinnen ist es nicht besonders voll und die G&#228;steallokation verr&#228;t sofort, worum es geht: RudisResteRampe. So nennen b&#246;se Zungen die &#220;30 Parties, die allerorten Entt&#228;uschte und solche, die noch nicht einmal das hatten, in billigen Schuppen zu billigem Sangria zusammenf&#252;hren. An der Bar: 3 Herren um die 40, die sich an ihrem Bier festhalten und unsicher l&#228;chelnd den Takt von Cindy Lauper&#8217;s &#8216;Time After Time&#8217; mitnicken, obwohl sie nat&#252;rlich viel lieber mit dem Typen auf der Tanzfl&#228;che tauschen w&#252;rden, der sich schon gen&#252;gend Mut angetrunken hatte, um die Endreissigerin vom M&#228;dchenstehtisch gegen&#252;ber zum Tanzen aufzufordern.</p>
<p>Der Stehtisch gegen&#252;ber ist ein geradzu exemplarisches Beispiel f&#252;r Richter&#8217;s Law. Ein Freund von mir hat mal postuliert, dass auffallend oft ein(e) attraktive(s) Frau/M&#228;dchen mit einer deutlich weniger attraktiven Begleiterin unterwegs ist. Unabh&#228;ngig vom absoluten Attraktivit&#228;tsniveau ist der relative Abstand hierbei immer deutlich sp&#252;rbar. Das gilt nicht ausschlie&#223;lich und ist somit nat&#252;rlich auch kein allgemein g&#252;ltiges Gesetz im engeren Sinne, die Bezeichnung hat sich aber im Laufe der Jahre eingeb&#252;rgert und in vielen F&#228;llen als zutreffend erwiesen. Die Ursache f&#252;r dieses Ph&#228;nomen haben wir trotz jahrelanger empirischer Analysen jedoch nur hypothesenartig herausarbeiten k&#246;nnen: die Attraktiveren unterstreichen mit dem Kontrast ihre eigene Position, die weniger Attraktiven profitieren von deren, durch den Kontrast, gesteigerten Anziehungskraft. So ungef&#228;hr muss es funktionieren. Eine Symbiose quasi, eine win-win-Situation.</p>
<p>Ich setze mich ans Ende der Bar und beobachte einen kleinen schm&#228;chtigen Glatzkopf, wie er dem Barkeeper(!), vermutlich aus Verzweiflung, ein Gespr&#228;ch aufdr&#228;ngelt. Ich kann h&#246;ren, dass ihm beim formulieren auffallend oft seine eigene Zunge im Weg ist. Der DJ (Mitte 40, schulterlange, grau mellierte Haare, Hemd offen bis zum Bauchnabel) gockelt zum attraktiveren Teil des M&#228;dchentisches und vermindert so die Chancen auf Verpaarung bei den anwesenden Herren nocheinmal drastisch. Ich trinke das kleine Bier aus und fahre nun wirklich nach hause. Der Biathlon heute war anstrengend. Mental und physisch.</p>
<p>Was unter all dem angestrengten &#8220;wir machen Party und sind alle so furchtbar gl&#252;cklich und attraktiv&#8221; bleibt, ist die Tatsache, dass die Elbe endlich ihren Platz in der Stadt findet. Die Stadt &#246;ffnet sich ihr. Das ist sch&#246;n. Was auch bleibt, ist die Erkenntnis, das die ewigen Events und Sommerfeste und Nachtfl&#252;ge und Honkytonks auf Dauer nichts bieten. Aber vermutlich brauchen die Leute einen griffigen Slogan, um vor die T&#252;r zu gehen. Anders ist der Massenauflauf wohl nicht zu erkl&#228;ren. Nur irgendwann gehen eben die Superlative aus und offenbar auch die wirklichen Musiker. Den Wirten wird&#8217;s aber egal sein, solange die Leute kommen und trinken.</p>
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		<title>Shaft</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 12:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Isaac Hayes ist gestern im Alter von 65 Jahren verstorben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="http://www.rockhall.com/inductee/isaac-hayes" href="http://www.rockhall.com/inductee/isaac-hayes" target="_blank">Isaac Hayes</a> ist gestern im Alter von 65 Jahren verstorben.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/L2cHkMwzOiM" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/L2cHkMwzOiM" /></object></p>
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		<title>Mucke</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 09:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[7.17 Uhr, 4°C, Nieselregenstarkwind von vorn. Der Himmel h&#228;ngt schwarzgrau &#252;ber mir und w&#252;rde er auf mich st&#252;rzen, ich w&#228;re nicht verwundert. Ich hab schlecht geschlafen und die Nase ist halb zu. Mit hochgezogenen Schultern stemme ich mein zerknittertes Gesicht gegen den Wind auf dem Weg ins B&#252;ro, als ich die ersten Takte von "Sympathy for the Devil" auf den Ohrst&#246;pseln habe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>7.17 Uhr, 4°C, Nieselregenstarkwind von vorn. Der Himmel h&#228;ngt schwarzgrau &#252;ber mir und w&#252;rde er auf mich st&#252;rzen, ich w&#228;re nicht verwundert.  Ich hab schlecht geschlafen und die Nase ist halb zu. Mit hochgezogenen Schultern stemme ich mein zerknittertes Gesicht gegen den Wind auf dem Weg ins B&#252;ro, als ich die ersten Takte von &#8220;Sympathy for the Devil&#8221; auf den Ohrst&#246;pseln habe.<span id="more-163"></span></p>
<p>Unwillk&#252;rlich strafft sich mein etwas runder Leib und die Schritte werden, dem Takt angepasst, l&#228;nger. Hundertmal hab ich das schon erlebt, die Intensit&#228;t ist noch die gleiche. Nach den Bongos,  Mick Jaggers Stimme und Nicky Hopkins&#8217; Piano setzt dann die unvergleichliche Base-Line<sup><a href="http://www.richardconrad.de/wordpress/2008/01/17/mucke/#footnote_0_163" id="identifier_0_163" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="lohnt sich wirklich, darauf mal zu achten">1</a></sup> ein. Meine Lippen formen den Text, ich weiss, dass ich vermutlich sp&#228;testens jetzt ziemlich d&#228;mlich aussehe, aber ich kann gut damit leben. Am Damaschkeplatz zeigt mir mein Blick nach Osten einen aufreissenden Himmel, durch den die fr&#252;he Sonne rotes Morgenlicht von unten auf die Wolken wirft. Der Glaskasten am Bahnhof scheint zu brennen. Wie passend. Und Jagger fragt, wer wohl die Kennedys ermordet hat. Der Regen ist st&#228;rker geworden, aber ich auch. Ich renne nun fast, aufrecht im Wind und als Richards&#8217; erstes Solo beginnt, dreht sich meine linke Hand nach aussen und rechts liegt zwischen Daumen und Zeigefinger das imagin&#228;re Plektrum. Die schlechtgelaunten wartenden Studierenden, an denen ich jeden morgen vorbei muss, kennen vermutlich den mittelalten Typen, der den Spass an seiner Musik so schlecht verbergen kann. Als ich dann im Fahrstuhl stehe und nach 6:24 min 124 mal <em>ooh who</em> geh&#246;rt habe, liegt ein Haifischgrinsen in meinem Gesicht. Der Tag kann mir nix mehr anhaben.</p>
<p>Wer braucht noch Drogen, wenn er solche Musik hat?!</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_163" class="footnote">lohnt sich wirklich, darauf mal zu achten</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Zur&#252;ck vom Wirt</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jul 2007 20:34:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alltagskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
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		<description><![CDATA[Als ich auf mein Rad steige, ist es schon dunkel, also schon wirklich sp&#228;t. Mist, muss morgen malochen. Also los jetzt. Egoistenradiost&#246;psel in die trainierten Ohren und entlang der Elbe. -Jesus built my car, Its a love affair- werde schnell schneller, kein Wunder bei der Mucke. Dann aber samtiger -And we gave it time/ All [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.richardconrad.de/wordpress/wp-content/2007/07/dom_stern_elbe.jpg" rel="lightbox[74]"><img class="alignleft size-medium wp-image-363" style="margin: 5px;" title="dom_stern_elbe" src="http://www.richardconrad.de/wordpress/wp-content/2007/07/dom_stern_elbe-300x199.jpg" alt="dom_stern_elbe" width="240" height="159" /></a>Als ich auf mein Rad steige, ist es schon dunkel, also schon wirklich sp&#228;t. Mist, muss morgen malochen. Also los jetzt. Egoistenradiost&#246;psel in die trainierten Ohren und entlang der Elbe. -Jesus built my car, Its a love affair- werde schnell schneller, kein Wunder bei der Mucke. Dann aber samtiger -And we gave it time/ All eyes are on the clock/ But time takes too much time/ Please make the waiting stop- bl&#246;der H&#252;gel an der neuen Br&#252;cke, radle stehend im kleinen Gang und Kreislauf rennt. Oben dann verschnaufen und die samtige Milch genie&#223;en. Weiter am General vorbei auf mamornen Wegen mit Sakralem im Blick. Im Ohr die andere Fraktion -I was talking to Jesus through a hole in the floor/ He said our time is up, we can&#8217;t stay anymore/ No more- damit gehts gut bis zum bunten Haus. Jetzt der alte Mann, der kurze, laute -But that&#8217;s the way I like it baby, I don&#8217;t wanna live for ever- treibt mich weiter bis zum Posercafè mit A. Nun ruhiger, mit noch nem alten Mann, einem ganz Gro&#223;en -And once you&#8217;re gone, you can never come back- na DAS werden wir noch sehen! Rolle an Brandt und K&#246;ln und Adenauer vorbei und bin fast zu Hause. -With the lights out its less dangerous- naja beim Radfahren nicht. Wie funktioniert nur der bl&#246;de shuffle.modus. Immer alphabetisch ist so absehbar&#8230;</p>
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		<title>Tom Waits</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 08:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich h&#246;re schon weit zwei Wochen Tom Waits, nachdem ich endlich mal ein bissel mehr &#252;ber den K&#252;nstler erforscht habe. Erster Ber&#252;hrungspunkt war der Song, der eine Kneipenszene in Fight Club untermalt. &#8220;Goin&#8217; out West&#8221;. Auf der selben Platte (Bone Machine) habe ich auch meinen derzeitigen absoluten Favorite gefunden: &#8220;Black Wings&#8221;. Ein melancholisches, rastloses St&#252;ck, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich h&#246;re schon weit zwei Wochen Tom Waits, nachdem ich endlich mal ein bissel mehr &#252;ber den K&#252;nstler erforscht habe. Erster Ber&#252;hrungspunkt war der Song, der eine Kneipenszene in <a href="http://www.imdb.com/title/tt0137523/" title="http://www.imdb.com/title/tt0137523/" target="_blank">Fight Club</a> untermalt. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=L0-KhvrGwCU" title="http://www.youtube.com/watch?v=L0-KhvrGwCU" target="_blank">&#8220;Goin&#8217; out West&#8221;</a>. Auf der selben Platte (Bone Machine) habe ich auch meinen derzeitigen absoluten Favorite gefunden: &#8220;Black Wings&#8221;. Ein melancholisches, rastloses St&#252;ck, das von Waits&#8217; Stimme (wie die meisten seiner St&#252;cke) dominiert wird. Eine dezente Gitarre bildet die unaufdringliche aber pr&#228;sente H&#252;lle um dieses markante Organ. Das ganze gebettet auf Drumms, die nur in den richtigen Momenten Akzente setzen. Unglaublich perfekt.</p>
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		<title>Pulp Muppets</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2007 20:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[sehr cool.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/mSvJwUFI_es" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mSvJwUFI_es" /></object></p>
<p>sehr cool.</p>
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		<title>Innenansicht eines Kneipenmuckers</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 12:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mucke]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit habe ich mal in einem bekannten deutschen Ostseeferienort ein kleine Gruppe (3) Musiker bewundern d&#252;rfen, die in einer durchschnittlichen Kneipe, deren Thema offenbar die Verherrlichung eines S&#252;dstaaten-Saloons der B&#252;rgerkriegszeit war, ihr Geld verdienen mussten. Die drei waren mit zwei Gitarren und einer Stimme ausgestattet und dazu verdonnert, die dumpfe, dr&#246;ge Menge, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich mal in einem <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=&amp;ie=UTF8&amp;ll=54.177809,12.082515&amp;spn=0.017482,0.041714&amp;t=k&amp;z=15&amp;om=1" title="Teepot und Co.">bekannten deutschen Ostseeferienort</a> ein kleine Gruppe (3) Musiker bewundern d&#252;rfen, die in einer durchschnittlichen Kneipe, deren Thema offenbar die Verherrlichung eines S&#252;dstaaten-Saloons der B&#252;rgerkriegszeit war, ihr Geld verdienen mussten. Die drei waren mit zwei Gitarren und einer Stimme ausgestattet und dazu verdonnert, die dumpfe, dr&#246;ge Menge, die biersaufend immerwieder den einen <a href="http://www.nthuleen.com/teach/lyrics/imwagenvormir.html" title="Im Wagen vor mir...." target="_blank">Song</a> forderte, einen Abend lang zu beschallen.</p>
<p>Die Mucke war ehrlich und handwerklich gut. Und in kurzen Momenten sah man sogar Innenansichten der Protagonisten, wenn beispielsweise der mittelalterliche Gittarist 1 mit halb geschlossenen Augen und vorgeschobenem Unterkiefer bei gesenktem Kopf ein Solo spielte, war klar, dass das nicht auf dem Notenzettel stand und nicht nur Handwerk, sondern Kunst war. Dann war es gut. Nur das Gel&#228;rme und Gew&#252;rge der &#8220;heute-ist-Samstag-und-ich-besaufe-mich-Stammg&#228;ste&#8221; rings um war mindestens respektlos und ignorant. Zustimmung erhielt der Musiker dann einzig f&#252;r seine Bemerkung: &#8220;Sch&#246;n laut wa&#8217;?!&#8221; Die sind eben nur begeistert, wenn sie den &#8220;K&#252;nstler&#8221; aus dem Fernsehen kennen und/oder viel Geld daf&#252;r bezahlt haben.</p>
<p>Ich komme darauf, weil ich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aKKGYMg6ez0" title="Stairway to heaven" target="_blank">das</a> mal wieder gesehen hab. Ganz gro&#223;e Kunst und vor allem Leidenschaft und Seele.</p>
<p>Nicht das der Gitarrist entfernt so genial gewesen w&#228;re wie Jimmy Page, aber etwas einte sie: Die Bereitschaft, alles in das Spiel zu legen, jedes bisschen Pers&#246;nlichkeit mit allen Gef&#252;hlen, die dazu geh&#246;ren. Musik ist, wenn sie gut ist, auch immer ein Fenster in die Seele des Musikers. Das bewundere ich ehrlich. Zum Abschied sagte der Gitarrist in der S&#252;dstaatenverehrungskneipe noch: &#8220;Wir geben euch unsre Seele und Ihr gebt uns Euer Geld.&#8221; Leider hatte er an diesem Tag seine Seele Leuten angedreht, die damit mehrheitlich nichts anfangen konnten.</p>
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		<title>Beatsteaks in der Factory</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2007 08:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mucke]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 23. Mai hatte ich nach 2 1/2 Jahren live Abstinenz wieder mal Gelegenheit, die Lieblingsband der besten Band der Welt zu erleben. Und ich sage euch: jetzt weiss ich wieder, was mir gefehlt hat. In der Factory waren sie angesagt. Die ziemlich dreckige, aber immer gut besuchte Location liegt irgendwo in mitten der ehemaligen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 23. Mai hatte ich nach 2 1/2 Jahren live Abstinenz wieder mal Gelegenheit, die <a href="http://www.lyricsbox.com/aerzte-die-lyrics-unrockbar-6rhq1cs.html" title="unrockbar" target="_blank">Lieblingsband</a> der <a href="http://www.bademeister.com/" title="die beste band der welt" target="_blank">besten Band der Welt</a> zu erleben. Und ich sage euch: jetzt weiss ich wieder, was mir gefehlt hat.</p>
<p>In der <a href="http://www.dominionclub.de/" title="Dominionclub">Factory</a> waren sie angesagt. Die ziemlich dreckige, aber immer gut besuchte Location liegt irgendwo in mitten der ehemaligen Areale des Schwermaschinenbaus: wir brauchten eine Weile um dort hinzufinden, weil der Zugang nun hinter einem Zaun lag, an den ich mich nicht erinnern konnte. Nunja unser letzter Besuch in der Factory liegt auch schon <strike>ein paar Jahre</strike> eine Weile zur&#252;ck (huestel).  Jedenfalls war ein offenbar dort regelm&#228;&#223;ig verkehrender junger Mann (der gar nicht so viel j&#252;nger war als wir) freundlich genug, uns  den Weg zu zeigen. 20 Minuten Weg und einige wirklich beeindruckende Einblicke in alte Fabrikhallen sp&#228;ter (muss ich nochmal zum Fotografieren hin!) standen wir dann inmitten einer verpickelten und ungeschickt geschminkten Menschenmenge, deren Durchschnittsalter etwa bei 16 lag (Abitur war ein wichtiges Thema, also waren ein paar auch etwas &#196;lter, vielleicht 18). Die Frisuren der jungen M&#228;nner waren sehr tschechisch <a href="http://www.prosieben.de/imperia/md/images/show_und_comedy/bullyparade/200_225/07_bullyparade_NEU_200_225_ProSieben.jpg" title="Scheitel" target="_blank" rel="lightbox[21]">(Bronko-Kulitschka-Ged&#228;chtsnis-Mopp mit Seitenscheitel)</a>, die Klamotten angenehm unpr&#228;tenti&#246;s, die Stimmung bestens. Wir alten S&#228;cke wurden neugierig be&#228;ugt, aber nicht gemobbt.</p>
<p>Die Security war so nachl&#228;ssig wie sonst nie, aber den G&#246;ren trauten die wahrscheinlich einfach keinen gepflegten Krawall zu.  Also ab rein. Das erste Bier verdampfte quasi beim ersten Kontakt mit den durstigen Kehlen. Beim Zweiten fing die Vorband an. Schon wieder vergessen wer das war, jedenfalls waren die Drei gut unterwegs und heizten schon mal ordentlich ein. Schneller, harter Punkrock. Nette Mucke. Keine Offenbarung aber aller Ehren wert. Allein der Sound war ein bissel schwach. Nicht zu leise aber zu breiig, zu undifferenziert, zu sehr L&#228;rm. Das lag offenbar an der Technik. Aber der Support darf ja auch nicht perfekt klingen. Und schon gar nicht besser als der Hauptact. Unn&#246;tig war nur der Anbiederungsversuch der Drei, die behaupteten aus der Umgebung von MD zu kommen, obwohl nur Wenige so bl&#246;d waren, das zu glauben.</p>
<p>Dann gings los. Und wie. Kaum waren die Rhytmusschnitzel auf der B&#252;hne, tobte der Saal. Es ist f&#252;r mich immernoch ein bissel unheimlich, wie das geht. Ich hab das vor drei Jahren schon mal in Erfurt erlebt und war damals schon von den Socken, welch direkter Draht zwischen Band (in Persona Arnim) und Publikum besteht. Wer schon mal das unw&#252;rdige Schauspiel eines sich abrackernden Musikers beobachtet hat, der es nicht schafft, auch nur eine winzige Reaktion des Publikums zu provozieren, der kann bei dieser Band das komplette Gegenteil erleben.  Vom ersten Song an waren die Massen da.</p>
<p>Auch wenn Limbo Messiah nicht eine wirkliche Offenbahrung ist (hab mir die Scheibe im Vorfeld des Konzerts ein paar mal angeh&#246;rt) ist das Live immernoch eine komplett andere Welt. Es wurde viel Altes gespielt, das kam auch am besten an. Und die Jungs rocken. Rampens&#228;ue vom feinsten, die mit dem Publikum spielen, flirten es aufbauen und wieder chillen, um dann umso brutaler zuzuschlagen.</p>
<p>Wir sind jedenfalls geh&#252;pft wie mit zwanzig und ich war erstaunt, wie hoch ich noch springen kann. Einmal hat Arnim das Publikum hinhocken lassen. Innerhalb von 30 Sekunden war der ganze Saal down und dann sind alle auf Komando aufgesprungen. Hammer.  Diverse Klettereinlagen waren nat&#252;rlich auch Pflicht. Alles in allem mal wieder ein echtes Highlight. Der Sound war nicht perfekt, aber wen st&#246;rt das schon angesichts der unglaublichen Stimmung. So wird das Magdeburger Konzert in guter Erinnerung bleiben, wenn es auch nicht ganz so beeindruckte, wie das im Erfurter Spot.</p>
<p>Dort gab es noch die Geschichte mit dem Surfbrett auf dem Publikum, auf dem ein junger Drummer aus dem Publikum nach einer gelungenen Einlage surfen durfte. Dort tropfte schon nach ungef&#228;hr zwei Songs das Wasser von der Decke. Wir zogen mindestens zwei v&#246;llig entkr&#228;ftete M&#228;dels aus den Massen und waren hinterher selber so High wie noch nie. Ich hab in meinem nicht mehr so ganz frischen Leben schon ne Menge Musiker live erlebt, aber f&#252;r das, was die Berliner da nun schon zum zweiten Mal mit mir gemacht haben, habe ich nicht viele Vergleiche. Die Beatsteaks sind zweifellos eine der besten live-Bands, die ich je gesehen hab. Geht hin und seht euch das an, was euch da f&#252;r moderate 20 Euronen geboten wird. Es lohnt sich wirklich.</p>
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		<title>We are Mot&#246;rhead and we play Rock’n&#8217;Roll!</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Dec 2006 08:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mucke]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man zu einem Rockkonzert geht, hat das bisweilen schon etwas von einem Sprung in ein Paralleluniversum. Zeuge, bzw. Subjekt eines solchen Sprungs wurde ich am letzten Freitag, als Ian &#8220;Lemmy&#8221; Kilmister mit dem Rest von Mot&#246;rhead sich dem dreckigen, verlausten und vor allem total besoffenen &#8220;Publikum&#8221; im AMO zum Geschenk machte. Naja, verschenkt haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man zu einem Rockkonzert geht, hat das bisweilen schon etwas von einem Sprung in ein Paralleluniversum. Zeuge, bzw. Subjekt eines solchen Sprungs wurde ich am letzten Freitag, als Ian &#8220;Lemmy&#8221; Kilmister mit dem Rest von Mot&#246;rhead sich dem dreckigen, verlausten und vor allem total besoffenen &#8220;Publikum&#8221; im AMO zum Geschenk machte. Naja, verschenkt haben sich die Rocker nat&#252;rlich nicht: ca. 35 Euronen wollten die Veranstalter f&#252;r den Tinnitus haben, den man garantiert mit nach hause nehmen konnte, wenn keine St&#246;psel in den Ohren waren.</p>
<p>Mit St&#246;pseln in den Ohren, alten Klamotten und einer geh&#246;rigen Portion Gleichmut muss man solchen Ereignissen entgegensehen, um dann auch die Performance der K&#252;nstler richtig geniessen zu k&#246;nnen. Anders gesagt, sei vorbereitet, wenn Du Dich als durchschnittlich musikinteressierter Mensch auf Mot&#246;rhead einl&#228;sst.</p>
<p>Um es Vorweg zu nehmen: Lemmy rulez! Geil von vorn bis hinten. Die alten wie die neuen St&#252;cke kamen mit Gewalt und nat&#252;rlich Lautst&#228;rke &#252;ber mich herein. Das was man erwartet. Geradlinig, kompromisslos, hart. In der Zugabe kam dann neben einem phantasitischen Drummsolo und einem Accoustic-St&#252;ck auch noch das Unvermeidliche &#8220;Ace of Spades&#8221;; damit hatte das Jack-Daniels-Maskottchen die tobende Meute dann endg&#252;ltig im Sack. Danke Lemmy!</p>
<p>Als Special Guest war &#8220;MELDRUM&#8221; angek&#252;ndigt. Was wir dann sahen, sah aus, wie der feuchte Traum eines pekigen Metallers: eine Band bestehend aus 3 Frauen und einem Drummer und mindestens einem Doppelpack in DD. Das war wohl auch der Grund, warum der Veranstalter die &#8220;S&#228;ngerin&#8221; &#252;berhaupt auf B&#252;hnen l&#228;sst. <a href="http://www.meldrum.nu/tourpics/moalemmy1+.jpg" target="_blank" rel="lightbox[17]">Selbst Lemmy hat Angst</a>.</p>
<p>Dem vornehmlich m&#228;nnlichen Publikum hats offenbar gefallen, was dann auch die meisten durch die typischen &#8220;Ausziehen!&#8230;.Ausziehn!&#8221;<br />
Sprechch&#246;re zum Ausdruck brachten. Als Anerkennung f&#252;r die musikalische Performance l&#228;sst sich das nur schwer umdeuten.<br />
Allerdings hatte die Frontfrau auch keine Scheu, ihre Vorz&#252;ge mit jeder Bewegung zu pr&#228;sentieren und am Ende h&#228;tte es mich nicht gewundert, wenn sie den Forderungen der lederbehosten, bierseeligen Erstebisf&#252;nfte-Reihe-Stehern nachgekommen w&#228;re.</p>
<p>Damit sind wir schon beim Publikum. Mindestens ebenso pr&#228;sent und &#8220;interssant&#8221; waren die Leute um einen &#8216;rum. Bier war billig: 2 Euronen f&#252;r einen meistens vollen Plastebecher, darum floss es wohl in Str&#246;men. Schon vor Ende des Meldrum-Specials waberte der Duft von Halbverdautem durch den Raum. (Wichtige Regel: Wenn jemand auf nem Konzert mit dicken Backen und Panik im Blick zum Ausgang stolpert: Geh zur Seite!)</p>
<p>Schon bevor &#252;berhaupt ein Riff vom Hauptact zu h&#246;ren war, waren manche &#8220;G&#228;ste&#8221; so hackedicht, das die wirklich nix mehr mitbekamen. Verstehen werde ich das wohl nie: Die geben 35 &#214;cken aus, um dann sturzbesoffen im eigenen Mageninhalt rumzustolpern, waerend Rocklegenden ihnen die Trommelfelle rauspusten. Das hab ich schon in Bremen bei Metallica erlebt.</p>
<p>Apropos Bremen. Das Konzert im Weserstadion hat sich auch desshalb besonders in mein Hirn eingeraben, weil irgendwelche Bekloppten mit Urin gef&#252;llte Becher in die Menge schmissen. Das k&#246;nnen nur Bremer.<br />
Obwohl diesmal im AMO das M&#228;nnerklo (!) st&#228;ndig &#252;berf&#252;llt war (das hab ich sonst immer nur bei Frauen gesehen), kam keiner auf die Idee, in Becher zu pissen.</p>
<p>Auch das Anmachverhalten (Flirttaktik kann man das beim besten Willen nicht nennen) war unterirdisch. Eine gute Freundin (A.) berichtete von Typen, die nicht m&#252;de wurden, Ihr zu versichern, welch h&#252;bsches Gesicht sie h&#228;tte, w&#228;rend Sie mit halboffenen, glasigen Augen schwankend in ihren Ausschnitt starrten. Eigentlich ist A. daf&#252;r bekannt, solche Typen mit Spr&#252;chen auflaufen zu lassen, die bei halbwegs vernunftbegabten M&#228;nnern ungef&#228;hr so wirken wie ein Tritt in die Weichteile, insbesondere wenn die Kumpelz daneben stehen. Die Exemplare vom Freitag grinsten nur unsicher. Vermutlich waren sie nicht sicher, ob das jetzt gut war, was sie da geh&#246;rt hatten.</p>
<p>Naja, beim regelm&#228;&#223;igen Hirnwegsaufen sollte man nicht zu konsequent sein, wenn man eh schon nicht so viel davon hat.<br />
Aber irgendwie entspannt es ja auch, und bew&#228;ltigt Stress&#8230;und produziert Geschichten.</p>
<p>Zum Schluss rief Lemmy nochmal &#8220;We are Mot&#246;rhead, and we play Rock&#8217;n'Fuckin&#8217; Roll. Don&#8217;t forget us!&#8221;</p>
<p>We won&#8217;t, Lemmy!</p>
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