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	<title>RichardConrad.de &#187; Journalismus</title>
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		<title>Auf der Jagd nach dem Gesch&#228;ftsmodell</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 22:31:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute berichtet das ehemalige Nachrichtenmagazin aus Hamburg &#252;ber einen sich anbahnenden Deal zwischen Rupert Murdochs News Corp. und Microsoft. Gegen Google. Die News aus dem Medienkonzern sollen exklusiv &#252;ber die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing erreichbar sein. Daf&#252;r soll Microsoft zahlen. An News Corp. Na sollen sie doch. Ich w&#252;rde weder die Nachrichten von News Corp. vermissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute berichtet das ehemalige Nachrichtenmagazin aus Hamburg &#252;ber einen sich anbahnenden Deal zwischen Rupert Murdochs News Corp. und Microsoft. Gegen Google. Die News aus dem Medienkonzern sollen exklusiv &#252;ber die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing erreichbar sein. Daf&#252;r soll Microsoft zahlen. An News Corp. Na sollen sie doch. Ich w&#252;rde weder die Nachrichten von News Corp. vermissen und erst recht nicht w&#252;rde ich anfangen, ihretwegen die Microsoft-Suche zu benutzen. Was f&#252;r eine absurde Vorstellung, hier erfolgreich ein Parallel-Web etablieren zu wollen, und damit Google in die Knie zu zwingen, wo doch niemand ernsthaft bezweifelt, dass Google vermutlich durch die Listung der News in den Suchergebnissen auch Murdoch mehr nutzt als schadet.</p>
<p><a href="http://www.richardconrad.de/wordpress/wp-content/2009/11/schnittmenge.png" rel="lightbox[530]"><img class="alignleft size-medium wp-image-535" title="schnittmenge" src="http://www.richardconrad.de/wordpress/wp-content/2009/11/schnittmenge-300x219.png" alt="schnittmenge" width="300" height="219" /></a>Eine dazu passende Meldung ist die, dass der Springer-Konzern die Angebote von Welt.de und Bild.de f&#252;r iPhone-Nutzer nur noch &#252;ber eine kostenpflichtige Applikation obendrein kostenpflichtig angeboten werden. Ich habe kurz &#252;berlegt, wann ich zuletzt mit meinem iPhone bild.de aufgerufen habe. Es ist mir nicht eingefallen. Ich vermute, das liegt daran, dass das noch nicht vorgekommen ist. Ich bin sogar so verwegen zu behaupten, dass die Schnittmenge zwischen iPhone-Besitzern und Bildlesern sehr &#252;berschaubar ist. Insofern darf das Vorhaben wohl auch als eher weniger brillante Idee abgehakt werden.</p>
<p>Wie passend: w&#228;hrend ich diese Zeilen schreibe, blamieren sich gerade 3 M&#228;nner in der ARD, von denen ich zumindest 2 f&#252;r halbwegs intelligent gehalten habe. Hint: Beckman geh&#246;rt nicht dazu. Frank Schirrmacher (FAZ) promoted sein Buch, das gegen die internetinduzierte Informationsvielfalt polemisiert. Und Jauch gibt ihm recht, w&#228;hrend Beckmann Stichworte in den Raum wirft. Eigentlich sollten die drei nur mal ein Selbstmanagement-Seminar besuchen oder ihre Kinder fragen, wie man sich Medienkompetenz aneignet. So wie das gerade bei Beckmann diskuitert wird, kommen die beiden Medienprofis wie weinerliche Maschinenst&#252;rmer daher, die sich die gute alte Zeit der Deutungshoheit der klassichen Medien zur&#252;ckw&#252;nschen: mit zwei Fernsehsendern und einer &#252;berschaubaren Anzahl von Tageszeitungen, die man sch&#246;n in links und konservativ und liberal einordnen konnte. Oder so.</p>
<p>Ich hatte es hier schon einmal geschrieben: die Medienlandschaft und die Wahrnehmnung von Informationen befindet sich vermutlich im gr&#246;&#223;ten Umbruch seit Erfindung des Buchdrucks. Und diejenigen, die am wenigsten davon profitieren, haben die besten Mittel, diesen Prozess zu verlangsamen, indem sie die &#246;ffentliche Wahrnehmung steuern. Und davon machen sie ausgiebig Gebrauch.</p>
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		<title>Internet Manifest</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 18:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<title>Rechtsfreier Raum</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 19:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Morgenmagazin von ARD und ZDF soll nicht &#252;berfordern. Das sehe ich ein. Wenn ein Mitglied der Zielgruppe dieses Formats mit sekretverkrusteten Augen und zerknittertem Gesicht morgens mit dem Kaffebecher in der Hand vor der Glotze steht, um wach zu werden, darf man die Latte nicht zu hoch legen. Kurze, leicht verdauliche Nachrichtenh&#228;ppchen sind da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Morgenmagazin von ARD und ZDF soll nicht &#252;berfordern. Das sehe ich ein. Wenn ein Mitglied der Zielgruppe dieses Formats mit sekretverkrusteten Augen und zerknittertem Gesicht morgens mit dem Kaffebecher in der Hand vor der Glotze steht, um wach zu werden, darf man die Latte nicht zu hoch legen. Kurze, leicht verdauliche Nachrichtenh&#228;ppchen sind da willkommen. Oder ein als Interview getarntes Geplauder zwischen einer Praktikantin des ehemaligen Nachrichtenmagazins aus Hamburg und dem Journalistendarsteller Jobatey.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/oSngYtkDryw" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oSngYtkDryw" /></object></p>
<p>Das ist so bizarr, was da abl&#228;uft und zeugt von einer solch gro&#223;en Inkompetenz, dass ich fast geneigt bin, an Satire zu glauben.<sup><a href="http://www.richardconrad.de/wordpress/2009/08/11/rechtsfreier-raum/#footnote_0_490" id="identifier_0_490" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="unn&amp;#246;tig zu erw&amp;#228;hnen, dass die Reaktion vom Moderator bzw. das v&amp;#246;llige Fehlen einer solchen ebenfalls Kompetenzdefizite immensen Ausma&amp;#223;es offenbart. Er leitet zwanglos zum Sport &amp;#252;ber, anstatt wenigsten einmal nachzufragen,&nbsp; wie das mit dem rechtsfreien Raum gemeint ist. Aber vermutlich war es nicht nur die Kompetenz die Jobatey da fehlte, sondern schlicht das Interesse. ">1</a></sup> Rechtsfreier Raum? Ich habe schon Dutzende von Kaufvertr&#228;gen im Internet abgeschlossen.  Auch Bankgesch&#228;fte funktionieren seit Jahren f&#252;r mich pr&#228;chtig &#252;ber die Onlineprotale verschiedener Banken.</p>
<p>Tausende von Abmahnung wegen &#8220;illegalem&#8221; Tauschen von Musik und Filmen zeugen deutlich davon, dass das Netz mitnichten rechtsfrei ist. Im Gegenteil: Nutzer k&#246;nnen vieles im Internet tun: betr&#252;gen, beleidigen, klauen, mobben, verunglimpfen, hehlen, zu Straftaten anstiften und hetzen. Allerdings m&#252;ssen sie wie im realen Leben auch mit Strafverfolgung rechnen. Zu recht nat&#252;rlich.  Dies gilt auch f&#252;r die Verbreitung von dokumentiertem Kindesmissbrauch (euphemistisch gern auch als  Kinderpornografie bezeichnet).</p>
<p>Die Gesetze der realen Welt gelten genauso auch im Internet. Das Internet <strong>ist</strong> die reale Welt. Das Internet ist lediglich ein Vehikel der Kommunikation der realen Welt, nicht ein omin&#246;ses Paralleluniversum, in dem sich Nerds und Kriminelle tummeln. Wer so argumentiert, hat nichts verstanden oder handelt b&#246;swillig. Ich unterstelle Jounalisten per se, anders als Politikern, eine gewisse Intelligenz. Also muss es volle Absicht sein.</p>
<p>Was der Spiegel da auf dem Cover seines neuen Heftes suggeriert, zeugt letzlich von einem ausgepr&#228;gten Opportunismus. F&#252;r mich verdichtet sich der Eindruck, dass hinter all dem Rufen und Schreien nach Regeln im und f&#252;r das Netz (die nat&#252;rlich l&#228;ngst existieren) nicht viel mehr steckt als die Erkenntnis, dass Verwertungsmodelle f&#252;r Texte, Filme, Bilder und Musik von vor 20 Jahren, als die publizistische Hoheit noch bei den Verlagen lag, nun zunehmend nicht mehr funktionieren. Symptom daf&#252;r ist die Scheindiskussion um google news, den Nachrichtenaggregator, dem von Seiten der Verlage gern immer wieder vorgeworfen wird, mit den Qualit&#228;tsinhalten<sup><a href="http://www.richardconrad.de/wordpress/2009/08/11/rechtsfreier-raum/#footnote_1_490" id="identifier_1_490" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="wie es tats&amp;#228;chlich um die Qualit&amp;#228;t der Inhalte bestellt ist, steht auf einem anderen Blatt">2</a></sup>, die die Verlage produzieren, Geld zu verdienen, ohne dass die Erzeuger der Qualit&#228;tsinhalte angemessen daran partizipieren. Das ist nat&#252;rlich Bl&#246;dsinn. Suchmaschinen k&#246;nnen nur auf das verweisen, was Verlage ins Netz stellen und diese Verlage sind sogar darauf angewiesen, dass sie von Suchmaschinen verlinkt werden.<sup><a href="http://www.richardconrad.de/wordpress/2009/08/11/rechtsfreier-raum/#footnote_2_490" id="identifier_2_490" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#220;brigens: wer sich mal die M&amp;#252;he macht, Google News aufzurufen, wird feststellen, dass der Werbeanteil auf der Seite bei exakt 0% liegt.">3</a></sup></p>
<p>Der Kern der Auseinandersetzung ist also vielmehr, dass mit dem technischen Hilfmittel Internet die H&#252;rden f&#252;r freies Publizieren und den Austausch von Ideen und Gedanken so niedrig geworden sind, dass die Bedeutung von Verlagen als Mittler zwischen Journalisten und Kreativen und Rezipienten zunehmend schwindet. Diese treten direkt in Kontakt miteinander. Auch mit vertauschten Rollen. Allerdings haben das die Unterzeichner der <a title="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E99C35A8859434BD7AFC3B486CCF5FB5C~ATpl~Ecommon~Scontent.html" href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E99C35A8859434BD7AFC3B486CCF5FB5C~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Hamburger Erkl&#228;rung</a> offenbar noch nicht akzeptiert.</p>
<p>Schlimm dabei ist, dass die Verlage mit den etablierten Publikationen nicht unerheblich die &#246;ffentliche Meinung und damit die Politik beeinflussen (k&#246;nnen und auch tun). Wie das geht, zeigt eindrucksvoll der Spiegeltitel.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_490" class="footnote">unn&#246;tig zu erw&#228;hnen, dass die Reaktion vom Moderator bzw. das v&#246;llige Fehlen einer solchen ebenfalls Kompetenzdefizite immensen Ausma&#223;es offenbart. Er leitet zwanglos zum Sport &#252;ber, anstatt wenigsten einmal nachzufragen,  wie das mit dem rechtsfreien Raum gemeint ist. Aber vermutlich war es nicht nur die Kompetenz die Jobatey da fehlte, sondern schlicht das Interesse. </li><li id="footnote_1_490" class="footnote">wie es tats&#228;chlich um die Qualit&#228;t der Inhalte bestellt ist, steht auf einem anderen Blatt</li><li id="footnote_2_490" class="footnote">&#220;brigens: wer sich mal die M&#252;he macht, Google News aufzurufen, wird feststellen, dass der Werbeanteil auf der Seite bei exakt 0% liegt.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Filter (4) [mit Petitionshinweis!]</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 20:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Tinte unter dem Vertrag zwischen BKA und den gro&#223;en Providern ist noch nicht trocken, da wird der Katalog der Verbrechen, aufgrund derer ein Access-Blocking stattfinden soll erg&#228;nzt durch ein paar andere mindestens genau so schlimme &#8220;Verbrechen&#8221;: Urheberrechtsverletzungen und illegales Gl&#252;cksspiel. Es zeichnete sich ja ab und &#252;berrascht d&#252;rfte tats&#228;chlich niemand sein, dass eine solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tinte unter dem Vertrag zwischen BKA und den gro&#223;en Providern ist noch nicht trocken, da wird der Katalog der Verbrechen, aufgrund derer ein Access-Blocking stattfinden soll erg&#228;nzt durch ein paar andere mindestens genau so schlimme &#8220;Verbrechen&#8221;: <a title="http://www.heise.de/newsticker/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/meldung/136764" href="http://www.heise.de/newsticker/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/meldung/136764" target="_blank">Urheberrechtsverletzungen und illegales Gl&#252;cksspiel</a>. Es zeichnete sich ja ab und &#252;berrascht d&#252;rfte tats&#228;chlich niemand sein, dass eine solche Infrastruktur noch vor der Inbetriebnahme solcherart Begehrlichkeiten weckt. Sp&#228;testens jetzt sollte jedem klar sein, dass der Widerstand gegen die Zensur des Netzes, und nichts anderes ist es, was die Regierungsvertreter hier vorhaben, keine <a title="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550--f173841.html#frage173841" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_hans_peter_uhl-650-5550--f173841.html#frage173841" target="_blank">&#8220;pseudo-b&#252;rgerrechtsengagierte Hysterie von Pseudo-Computerexperten&#8221; </a>ist, wie Herr Dr. Uhl das zu beschreiben pflegte. (ja, genau <a title="http://www.richardconrad.de/2008/09/02/von-china-lernen/" href="http://www.richardconrad.de/2008/09/02/von-china-lernen/" target="_self">DER</a> Uhl!)</p>
<p>Ich habe mich schon oft gefragt, warum eine offenbar breite Masse von vorallem konservativen Politikern (aber leider nicht nur diese) einen so unstillbaren Drang versp&#252;ren, auf so schlichte Weise gegen Dinge vorzugehen, die sie offenkundig nicht verstehen. Mir ist das v&#246;llig fremd. Allerdings verstehe ich gut, dass ein Ding wie ein weltweites Computernetz, das prinzipbedingt nicht kontrollierbar sein soll, einem Technokraten eine geh&#246;rige Portion Unwohlsein bescheren muss.</p>
<p>Das Internet ist die wohl gr&#246;&#223;te Revolution seit dem Buchdruck, keine Erfindung hat seither den Gedanken- und Meinungs- und Wissensaustausch &#228;hnlich bef&#246;rdert, wie die breite Verf&#252;gbarkeit dieses Netzes. Praktisch jeder hat die Chance, sein bisschen Senf dazuzugeben. Das ist selten &#252;bersichtlich und auch nicht immer sch&#246;n. Nat&#252;rlich gibt es Ecken, in denen es ein nach Harn stinkt und kahlrasierte, einf&#228;ltige Menschen Dummes in die Welt posaunen. Auch religi&#246;se Eiferer kommen zu Wort und linke Bauernf&#228;nger, aber genau so <a title="http://stefan-niggemeier.de/" href="http://stefan-niggemeier.de/" target="_blank">kluge Journalisten</a> wie <a title="http://www.nachdenkseiten.de/" href="http://www.nachdenkseiten.de/" target="_blank">engagierte Publizisten</a>, deren Meinung nicht immer die meine ist, aber zumindest das selbst&#228;ndige Denken abseits der Mainstreammedien bef&#246;rdert. Mit dieser ungeheuren Vielfalt der Argumente, die jeden halbwegs vernunftbegabten Menschen vor Freude schier &#252;bersprudeln lassen m&#252;sste, muss es doch gelingen Humanismus und Aufkl&#228;rung und Demokratie zu bef&#246;rdern.</p>
<p>Wer jetzt im Stillen genickt hat, kann nicht wollen, das eine Poliziebeh&#246;rde ohne parlamentarische Legitimation oder gar richterliche Kontrolle dar&#252;ber entscheidet, was zuk&#252;nftig in deutschen Haushalten aus den Rechnern flimmert. Es geht nicht um den Schutz unserer Kinder, es geht schlicht um Kontrolle &#252;ber ein Massenmedium.  Und da halte ich es mit Karl Popper der fragte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wie k&#246;nnen wir unsere politischen Einrichtungen so aufbauen, dass auch unf&#228;hige und unredliche Machthaber keinen gro&#223;en Schaden anrichten k&#246;nnen?&#8221;</p></blockquote>
<p>Die jetzt geplante Zensurinfrastruktur scheint mir nicht die Antwort auf diese kluge Frage zu sein.</p>
<p>Hier ist die Gelegenheit f&#252;r einen kleinen Beitrag dagegen: Zeichnet die Petition gegen die <a title="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860" target="_blank">Indizierung und Sperrung von Internetseiten </a>mit.</p>
<p><strong>[Update]</strong>: Zwischen gestern 22:00 Uhr und heute morgen um acht 5.000 neue Unterschriften. Da bewegt sich etwas.</p>
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		<title>Unter Null</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 08:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Leck mich am A*sch, ist das kalt!&#8221; h&#246;rt man dieser Tage h&#228;ufiger und in der Tat sind in unserer Gegend Temperaturen im zweistelligen Minusbereich an nur wenigen Tagen im Jahr zu messen. Heute morgen zeigte das Thermometer an meinem Fenster -6°C. Vor ein paar Tagen waren es auch schon mal -12°C. F&#252;r Kinder im Vorschulalter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Leck mich am A*sch, ist das kalt!&#8221; h&#246;rt man dieser Tage h&#228;ufiger und in der Tat sind in unserer Gegend Temperaturen im zweistelligen Minusbereich an nur wenigen Tagen im Jahr zu messen. Heute morgen zeigte das Thermometer an meinem Fenster -6°C. Vor ein paar Tagen waren es auch schon mal -12°C. F&#252;r Kinder im Vorschulalter ist das noch eine Sensation, f&#252;r alle anderen einfach nur kalt. Der ARD war das gestern einen Brennpunkt wert. &#8220;Klirrende K&#228;lte&#8221;. <span id="more-193"></span></p>
<p>Israelis und Palestinenser bringen sich gegenseitig um, der &#8220;Deutschlandfond&#8221; droht und der &#8220;Gesundheitsfond&#8221; verbreitet seit ein paar Tagen den Pestilenzgeruch des dummen und faulen Kompromisses, der alles Schlechte aus verschiedenen Welten wirklich werden l&#228;sst. Russen und Ukrainer streiten sich wie jedes Jahr ums Gas (obwohl jetzt schon jeder weis, wie es aussgehen wird) und Apple wird zuk&#252;nftig auf DRM verzichten. Das alles sind Meldungen, die eher in einen Brennpunkt gepasst h&#228;tten, als zwei Tage kalte Luft &#252;ber Deutschland. Und genau so langweilig ist die Viertelstunde dann auch: Eine Marktfrau sagt, dass es morgens wirklich kalt war in ihrem Verkaufswagen und dass sie sich dick anziehen musste und ein Heizl&#252;fter die ganze Zeit lief (wirklich?!). Ein Klempner berichtet von ein paar eingefrorenen Wasserrohren. Irgendwo ist ein Druckminderer ausgefallen, was zu einem Ausfall der Gasversorgung gef&#252;hrt hat, f&#252;r ein paar Stunden. Das hatte aber wohl gar nicht so viel mit der K&#228;lte zu tun und noch viel weniger mit Russland und der Ukraine.</p>
<p>Der Gipfel ist dann aber ein Aussenreporter an einer Autobahnrastst&#228;tte irgendwo s&#252;dlich von Halle, der &#252;ber den stiegenden Bedarf an Frostschutzmitteln berichtet. (Ich hab hier auch noch eine heisse Story: Der Speiseeisverkauf kam nahezu zum erliegen! Bankenkrise schuld?). Die Brummifahrer zucken allesamt mit den Schultern, als der Reporter mit der d&#228;mlichen M&#252;tze sie nach der K&#228;lte befragt: &#8220;Mir egal, hab Standheizung&#8221;. Selbst der Dienststellenleiter der Autobahnpolizei weis nichts spektakul&#228;res zu berichten. Mehr Unf&#228;lle wegen der K&#228;lte? Das k&#246;nne man so nicht sagen. Aha, alle Verkehrsteilnehmer seien also besonders diszipliniert? Vermutlich.</p>
<p>Dann kasperte da noch der unappetitliche, unvermeidliche Kachelmann &#8216;rum und erkl&#228;rt uns etwas &#252;ber Kaltluft in T&#228;lern und die langsam gefrierenden Fl&#252;sse. Apropos: Das war auch eine Meldung: Schiffsverkehr auf der Elbe und dem Mittellandkanal bei Magdeburg kam nahezu zum erliegen.  Das stimmt zwar, hat aber mit dem Eis wenig zu tun. Nach meinem Eindruck sind Frachtschlepper hier ohnehin so selten geworden wie B&#228;ren im Harz. Unabh&#228;ngig vom Pegel oder dem Eisgang.</p>
<p>Alles in allem habe ich eine Viertelstunde Wetterbericht gesehen. Im Brennpunkt. Jetzt ist es kein Format mehr f&#252;r aktuelle Informationen zu &#252;berraschenden und vor allem wichtigen Ereignissen der Zeitgeschichte. Jetzt ist es nur noch Boulevard. Seufz.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das B&#252;gelbrett bei Wikipedia</title>
		<link>http://www.richardconrad.de/wordpress/2007/12/19/das-buegelbrett-bei-wikipedia/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 15:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Richard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht unplausibel. Ich &#252;berlege schon die ganze Zeit, was wir wo platzieren k&#246;nnten&#8230;.Es ist gleichsam der Farbtest, den Geologen machen, wenn sie unterirdische Wasseradern verfolgen wollen, oder Mediziner die radioaktive Substanzen bei bildgebenden Verfahren verwenden. Oder genervte Briefkasten-Eigner, die geringf&#252;gig falsche Adressen angeben, um Adresshandelswege zu erforschen. Hier sieht man mal wieder sch&#246;n, wer von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.arne-nordmann.de/Blog/kaffeeserviceundbuegelbrett" title="http://de.arne-nordmann.de/Blog/kaffeeserviceundbuegelbrett" target="_blank">Nicht unplausibel.</a></p>
<p>Ich &#252;berlege schon die ganze Zeit, was wir wo platzieren k&#246;nnten&#8230;.Es ist gleichsam der Farbtest, den Geologen machen, wenn sie unterirdische Wasseradern verfolgen wollen, oder Mediziner die radioaktive Substanzen bei bildgebenden Verfahren verwenden. Oder genervte Briefkasten-Eigner, die geringf&#252;gig falsche Adressen angeben, um Adresshandelswege zu erforschen. Hier sieht man mal wieder sch&#246;n, wer von wem ungepr&#252;ft abschreibt.</p>
<p>Hat jemand eine Idee?</p>
]]></content:encoded>
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