Atomkraft ist die Zukunft

Geschrieben von Richard am 9 Jul 2008 |

Angesichts der hohen Ölpreise diskutieren konservative und auch nicht so konservative Politiker inzwischen wieder die Vorzüge der Kernkraft. Gern wird da die besonders hohe Umweltverträglichkeit kolportiert (CO2-neutral). Mir wird dann regelmäßig unwillkürlich schlecht. Nicht nur weil es einfach dumm ist, nicht in wirklich zukunftsweisende Technologien zu investieren und eines Tages dort dann die dicken Gewinne einzufahren, sondern auch wegen Meldungen wie dieser. In einem französichen Kernkraftwerk laufen 30.000 Liter radioaktive Flüssigkeit in die Umgebung. Gesundheitliche Gefährdungen bestanden angeblich nur in geringem Ausmaß. Dann steht da noch, dass diese uranhaltige Lösung 12 Gramm (!) Uran pro Liter enthalten hat (Grenzwert für Trinkwasser: 15µg/l). Insgesamt sind dann also 360 kg Uran in die Umwelt gelangt. Um das auf eine Konzentration unter dem Grenzwert zu bringen, sind etwa 30.000.000 m² Wasser notwendig (der Barleber See enthält etwa 10 Mio. m²). Das klingt für mich nicht mehr wie ein unbedenkliches Vorkommnis. Vor allem, wenn man bedenkt, dass beim Design von Kernkraftwerken mit der strikten Trennung in verschiedene Kühlkreisläufe großer Wert darauf gelegt wird, dass eben genau kein uranhaltiges Kühlwasser austreten kann.


Angemessene Ehrung

Geschrieben von Richard am 8 Jul 2008 |

In Kalifornien soll eine Kläranlage nach G.W. Bush benannt werden. Eine Bürgerinitiative hat dafür bereits 10.000 Unterschriften gesammelt. Brian McConnell von der Presidential Memorial Commission in San Francisco: “Wir denken, dass es wichtig ist, im richtigen historischen Kontext an unsere Regierungspolitiker zu erinnern. Im Fall von Präsident Bush werden wir die nächsten 10 bis 20 Jahre eine ziemliche Sauerei aufräumen müssen. Es ist die Aufgabe einer Kläranlage, den Dreck zu säubern. Daher dachten wir, das ist eine angemessene Ehrung.”