Das Bügelbrett bei Wikipedia

Geschrieben von Richard am 19 Dez 2007 |

Nicht unplausibel.

Ich überlege schon die ganze Zeit, was wir wo platzieren könnten….Es ist gleichsam der Farbtest, den Geologen machen, wenn sie unterirdische Wasseradern verfolgen wollen, oder Mediziner die radioaktive Substanzen bei bildgebenden Verfahren verwenden. Oder genervte Briefkasten-Eigner, die geringfügig falsche Adressen angeben, um Adresshandelswege zu erforschen. Hier sieht man mal wieder schön, wer von wem ungeprüft abschreibt.

Hat jemand eine Idee?


the colour

Geschrieben von Richard am 19 Dez 2007 |

Ich erinnere mich gerade an eine Story, die mir ein Freund mit einem seltsamen seltenen Namen schon vor einiger Zeit erzählt hat.

In einem Diner irgendwo in den USA:

Waitress (Mitte dreissig, blond, etwas zu breite Hüften, mit Leder umgürtet, früher sicher mal Cheerleader, Kaugummi in dem immer leicht geöffneten Mund): “What cheese do you like for your burger?”

Guest: “What cheese do you got?”

Waitress: “White and yellow cheese.”

Guest (unsicher): “What’s the difference?”

Waitress (jetzt genervt, rollt die Augen): “The colour!”


Dicke Schweinerei (Fotos!)

Geschrieben von Richard am 6 Dez 2007 |

Vegetarier bin ich nicht gerade, das kam auch schon in anderen Artikeln deutlich zum Ausdruck. Im Gegenteil, ein gutes Stück Fleisch, von einem gesunden, gut ernährten Tier aus artgerechter Haltung, handwerklich gut zubereitet, bereitet mir eine Menge Freude.

Vom Fleischer meines Vertrauens habe ich mir darum zwei Prachtstücke von Kotletts von einem BIO-Schwein schneiden lassen, die die doppelte der normalen Dicke hatten. Die 4 cm dicken Stücke waren so ungefähr 400g schwer.

Das Anbraten in der geschmiedeten Stahlpfanne1 gelang Dank der guten Wärmeleitfähigkeit und dem hocherhitzbaren Butterschmalz ohne Probleme. Beim Einlegen in das heisse Fett haften die Stücke immer sofort an der Pfanne an. Das ist aber unproblematisch, weil sich das Fleisch nach dem Schließen der Poren und wenn es die richtige Farbe angenommen hat, immer von selbst wieder löst. Also Geduld! Wenn sich das Fleisch leicht löst, kann man es umdrehen. Nach dem Umdrehen bietet der folgende Anblick. Spätestens hier werde ich regelmäßig ungeduldig.

Nach dem Anbraten lege ich das Fleisch auf Alufolie und gebe verschiedene Aufhübscher dazu. Heute waren das Backpflaumen und Schinkenwürfel2. Mit etwas Butter geht es dann nochmal für 20 Minuten bei 150 Grad in den Ofen. Das Ergebnis ist wunderbar zart und vor allem saftig.

  1. unbedingte Kaufempfehlung! Die Dinger sind zwar recht teuer aber ihr Geld wert. Nach dem Einbraten (in der Bedienungsanleitung steht, wie das geht) bilden die Pfannen eine Patina, die auch das Anbrennen verhindert. So eine Pfanne hat man ein Leben lang und sie wird mit jeder Benutzung besser. Stahlpfannen sind überall da angezeigt, wo man mit großer Hitze schnell Poren schliessen muss. Fleisch bleibt phantastisch saftig. []
  2. Ich habe das auch schon mit Ziebeln und Senf gemacht, auch lecker []

Arcor soll Google sperren

Geschrieben von Richard am 5 Dez 2007 |

So titelt heute heise.online in einer Newstickermeldung. Und tatsächlich hat die Huch Medien GmbH einen Eilantrag beim Landgericht Frankfurt gestellt, das nun den Eschborner Provider dazu zwingen soll, wie schon auch im Fall von Youporn.com und co die Domainauflösung über den Arcor-DNS zu unterbinden. Begründet wird der Eilantrag mit der Verbreitung pornografischer Schriften, die nach § 184c StGB unter Strafe stehen. Arcor wird hier vorgeworfen, diese Verbreitung mit der Durchleitung der über den Suchdienst von Google gefundenen Inhalte zu diesen Rechtsverletzungen beizutragen.

Was auf den ersten Blick zunächst Kopfschütteln verursacht, wird bei genauem Hinsehen durchaus plausibel. Die Huch Medien GmbH gehört zur Huch Mediengruppe des Mainzer Unternehmers Tobias Huch. Diese Unternehmen bieten neben Pornografie im Internet auch Altersverifikationssysteme an, die jedoch nach Auffassung des BGH nicht den Jugendschutzanforderungen des Jugenmedienschutz-Staatsvertrages genügen.

Den Klägern geht es also gar nicht so sehr um den Jugendschutz selbst, sondern darum, die nach ihrer Auffassung zu strengen, anachronistischen Regeln auf den Prüfstand zu stellen. Da ist ein möglichst großer Name im Internetgeschäft wohl offenbar gerade recht, um Öffentlichkeit zu erzeugen. Bei gesperrten Pornoseiten zucken die meisten Nutzer noch mit den Achseln, eine Sperrung von google würde sicher anders wahrgenommen.

Nach Auffassung der Kläger stellen die im internationalen Vergleich strengen deutschen Jugendschutzregeln eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber ausländischen Angeboten dar. Der BGH hatte dazu jedoch schon klargestellt, dass diese strengen Regelungen natürlich auch für ausländische, in Deutschland abrufbare Inhalte gelten, wenngleich die Durchsetzung der Beschränkungen eher schwierig sein dürfte.

Im Ergebnis ist nun die von einem Pornoanbieter gefühlte Wettbewerbsverzerrung und der mehr oder weniger hilflose Versuch, Jugendschutznormen, die in einer Welt ohne Datennetze noch funktionierten, auf eine vernetzte Welt zu übertragen, dafür verantwortlich, dass ein großer deutscher Provider Internetinhalte (nebenbei bemerkt nicht besonders wirkungsvoll) zensiert.