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Fremdsprachen (3)

geschrieben von Richard on 29 Nov 2007

Neulich in einem Klamottenladen, nachdem ich alles gefunden hatte, wonach ich suchte, stehe ich an der Kasse und erfreue mich am Anblick der fleissigen jungen Dame, die den Kunden unentwegt freundlich lächelnd die gekauften Stücke in Tüten verpackt, Karten durch Lesegeräte zieht und Belege aushändigt. Sie ist Anfang Zwanzig und hat offenbar wirklich Spass an ihrer Arbeit.

Meine Freude wächst mit jedem Schritt, den ich näher komme, alles in allem ein sehr schöner Anblick. Dann macht sie all das kaputt, als sie sagt:

“Kassnzettl haich mit inne Tüte jemacht”

Ich: “Vielen Dank!” und verlasse den Laden mit dem Gefühl, dass man hat, wenn man in einen wunderschönen Apfel beisst und dann feststellt, dass darin schon eine fette Made Quartier bezogen hat.

1 Comment »

jm:

Grundsätzlich kann ich dein Gefühl nachvollziehen, obwohl es sich hier ja fast schon um eine Art Dialekt handelt, für den man ja bekanntlich zunächst nicht die Verantwortung trägt. Später dann vielleicht schon, je nachdem in welchem Klamottenladen man denn arbeiten möchte.
Das Gefühl einen wunderschönen Apfel inklusive der Made zu verspeisen, würde schon zu dem folgendem Zitat “des” bekannten Kopfballungeheuers passen: “Da hab ich mir gedacht, ich tu ihn ihm rein in ihm sein Tor!”
Ich weiß nicht genau, wie ich das Gefühl beschreiben soll, dass ich hatte, als letztens in der Bahn eine junge Mutter zu ihrem durchaus munterem Racker nicht gerade leise, aber über vier Sitzbänke hinweg deutlich vernehmbar sagte: “Justin, wir jehn jetzt zu den Kävin hin!” Nun, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Celvin wird sich nicht soviel daraus “jemacht” haben.

März 11th, 2008 | 17:20
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