Greenspan: Es ging ums Öl
geschrieben von Richard on 16 Sep 2007
Nunja, das eingentliche Statement überrascht niemanden, dass es von einem wie Greenspan kommt, allerdings schon: “Beim Irak-Krieg ging es vor allem ums Öl”. Darüber hinaus verteilt der ehemalige Chef der amerikanischen Notenbank schlechte Noten für die Wirtschaftspolitik der Bush-Administration.
Der Verteidigungsminister Robert Gates widersprach umgehend diesen Verlautbarungen, die aus der Autobiografie Greenspans vorab bekannt geworden sind. Der Grund der Irak-Intervention sei “die Sorge um die Stabilität in der Golfregion gewesen”. In 2003 waren jedoch Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Quaida als Gründe genannt worden. Und das nun tatsächlich erreichte Level von Sicherheit und Stabilität in der Region dürfte nur marginal von dem in 2002 abweichen.
Nein! Natürlich sind Ölvorkommen und andere Bodenschätze niemals (!) Grund für einen Krieg. Wie können wir nur annehmen, dass die kriegsführende Partei eigennützige, rein wirtschaftliche und nicht zu letzt strategische Ziele verfolgt? Selbstverständlich musste die Welt geschützt werden – nur war Superman gerade nicht verfügbar, deshalb schickte Bush eine ganze Armee. Aber die Geister, die er rief, wird er heute nicht mehr los. Was wird nach dem Krieg und der Besatzungszeit? Pläne? Warte mal – kommt das uns nicht irgendwie bekannt vor? Erstens besetze ein Land, zweitens führe westliche Werte und “demokratische” Strukturen nach bekannten Vorbildern ein und verdränge die (Ur-)Einwohner? Nein, das habe ich bestimmt verwechselt…. Zweiter Versuch: unterstütze den Untergrund mit Waffen, bilde Widerstandskräfte aus und wundere dich dann, wenn diese Waffen und das erlernte Kriegshandwerk gegen dich gerichtet wird, weil der Widerstand deine westlichen Werte und deine Profitgier verabscheut….