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Mit Terror zum Atomausstieg

geschrieben von Richard on 1 Aug 2007

Keine Argumentation ist Unnütz oder dumm, wenn man sie für die gute Sache zu nutzen weis. Nicht erst seit der Mann1, der sich gern mit “I used to be the next president of the United States” vorstellt, mit seinem Film2 das Klimaproblem in den Focus der Öffentlichkeit gerückt hat, und Global Warming ein Thema ist, mit dem sich sogar Stadien füllen lassen3, gibts ne Menge guter Ideen zum Thema Klimaschutz. Auch Sigmar Gabriel ist da jemand, der Morgenluft wittert und immer mal einen seiner Gedanken platziert. Auch wenn das nicht immer ein echter Kracher ist, kann der gute Mann auch mit trockenem Witz punkten.

Bei Telepolis findet sich gestern ein Artikel, der über Atomkraft, deren (Un-)beliebtheit im Allgemeinen und im besonderen in Kalifornien berichtet. Dort müssen die Energieversorger bis 2010 nachweisen, dass mindestens 20% der von ihnen verkauften Energiemenge aus erneuerbaren Ressourcen stammt. Vorgestellt wird in diesem Zusammenhang unter anderem ein interessantes Fotovoltaikprojekt in bisher beispieloser Dimension.

Aber zurück zu Gabriel. Telepolis schreibt zu seinen Ideen:

Auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) versucht beim Ausstieg [aus der Atomenergie] auf die Tube zu drücken. Mit sicherem Gespür für die wunden Punkte des Koalitionspartners forderte er seinen Kabinettskollegen für Inneres und Paranoia, Wolfgang Schäuble (CDU), auf, die Abschaltung alter Atomkraftwerke in seine Aktionsliste zur Stärkung der inneren Sicherheit aufzunehmen. Atomreaktoren, die kaum gegen terroristische Angriffe wie gezielte Flugzeugabstürze gesichert seien, müssten sofort vom Netz genommen werden, sagte Gabriel. Darüber hinaus sollten die Leitwarten von Atomkraftwerken per Video überwacht werden, meinte der Minister. “Das ist allemal interessanter, als in deutsche Schlafzimmer zu schauen.”

Wo er Recht hat hat er Recht. Sieht aus, als begännen die Kabinettskollegen nach Kritik am Schäuble nun mit subtileren Strategien.

  1. Al Gore []
  2. an inconvenient truth []
  3. und ganz nebenbei marode “Karrieren” am laufen halten []
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